Anti-Terror-Einsätze in Frankreich, Spanien und Marokko

Französische Ermittler haben in einer Wohnung im Süden von Paris Bestandteile zur Herstellung von Sprengstoff sicher gestellt, unter anderem Gasflaschen und Stromkabel.

Bei dem Einsatz wurden zwei Personen in Polizeigewahrsam genommen. Die Verdächtigen sind nach Medienberichten 36 und 47 Jahre alt und den Sicherheitsbehörden bisher nicht bekannt. Einer von ihnen soll der Eigentümer der Wohnung sein.

Laut AFP fanden Ermittler in der Wohnung Bestandteile des Sprengstoffs TATP, der beispielsweise bei den islamistischen Anschlägen von Paris vom November 2015 benutzt wurde. Später berichtete die Agentur, es sei auch gebrauchsfertiger TATP-Sprengstoff gefunden worden.

Anti-Terror-Ermittler und der französische Inlandsgeheimdienst übernahmen die Untersuchungen. Ermittelt wird demnach wegen der Bildung einer terroristischer Vereinigung sowie dem Besitz, dem Transport und der Herstellung explosiver Stoffe.

Auch Marokko und Spanien melden einen Ermittlungserfolg. Demnach ist es spanischen und marokkanischen Sicherheitskräften gelungen, eine mutmaßliche Terrorzelle zu zerschlagen, die Attentate in beiden Ländern vorbereitet haben soll. Die sechköpfige Gruppe habe «Terrorattacken von großem Umfang» geplant, teilte das Innenministerium in Madrid am Mittwoch mit. Vier der Verdächtigen seien in Marokko und zwei in Melilla gefasst worden.

Der Anführer der Zelle, ein 39-Jähriger mit Wohnsitz in Melilla, soll den Angaben zufolge junge Menschen als Dschihad-Kämpfer rekrutiert und dabei die globale Strategie der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) verfolgt haben. Bei nächtlichen Treffen habe die Gruppe Anschläge geplant und trainiert, Menschen zu enthaupten.

Ob ein Zusammenhang mit den Anschlägen in Barcelona und Cambrils vor drei Wochen besteht, ist noch nicht bekannt.