Anti-Terror-Einheit ermittelt

Erst war nur von einem Messer die Rede, später von einem rund 1,20 Meter langen Schwert. Drei unbewaffnete Polizisten setzen einen mutmaßlichen Angreifer außer Gefecht.


Die Londoner Polizei hat in die Ermittlungen nach einem Zwischenfall am Buckingham-Palast Anti-Terror-Experten eingeschaltet. Diese befragten am Samstag den 26-jährigen Mann, der nach ihrer Darstellung mit seinem Auto am Freitagabend ein Polizeifahrzeug nahe der Residenz von Königin Elizabeth II. absichtlich rammte und dann bei der Konfrontation mit Polizisten nach einem „1,20 Meter langen Schwert“ gelangt habe. Er habe wiederholt „Allahu Akbar“ („Gott ist groß“) gerufen.

Der Leiter der Anti-Terror-Abteilung der Metropolitan Police, Dean Haydon, sagte, drei Beamte seien bei dem Handgemenge während der Festnahme verletzt worden, ebenso der Verdächtige. Er sei zur Behandlung in ein Krankenhaus und anschließend über Nacht in eine Polizeiwache gebracht worden. Haydon sprach von einem isolierten Zwischenfall.

Eine Augenzeugin, Kiana Williamson, sagte, sie habe gesehen, wie die Polizisten einen Mann zu Boden warfen, der sein Auto in der Nähe des Palastes gestoppt hatte. In weniger als einer Minute sei der Mann außer Gefecht gesetzt gewesen. Die britische Polizei hatte nach zwei Terrorattacken in Großbritannien die Sicherheitsvorkehrungen um Sehenswürdigkeiten erhöht.