Anteil der Menschen mit Schulden bei Onlinehändlern steigt

Der Anteil der Menschen mit Schulden bei Onlinehändlern ist in den vergangenen Jahren leicht angestiegen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte, hatten 28 Prozent der etwa 575.000 Menschen, die 2021 Hilfe bei einer Schuldnerberatung suchten, Schulden bei Online- und Versandhändlern. Damit stieg der Anteil in den zurückliegenden Jahren um drei Prozentpunkte.

Die Schulden beliefen sich im Schnitt auf 587 Euro, das entsprach allerdings nur knapp zwei Prozent der gesamten durchschnittlichen Schulden aller überschuldeten Menschen. Fünf Jahre zuvor waren es 510 Euro.

Da junge Menschen häufiger online shoppen als Ältere, lag der Anteil der Verschuldeten hier auch über dem Durchschnitt: So waren 2021 laut Bundesamt 38 Prozent der beratenen 20- bis 24-Jährigen bei Firmen dieser Branche verschuldet. Bei den 25- bis 34-Jährigen waren es noch 34 Prozent, bei den 55- bis 64-Jährigen dann nur noch 21 Prozent.

Bezüglich des Geschlechts gab es zwar keine großen Unterschiede beim Einkaufen im Netz - allerdings waren Frauen häufiger und höher verschuldet. Knapp 35 Prozent der Frauen, die Hilfe bei einer Schuldnerberatung suchten, hatten Schulden bei Online-Händlern, bei den Männern lag der Anteil bei 23 Prozent. Die Höhe der Schulden war ebenfalls bei Frauen mit im Schnitt 779 Euro deutlich höher als bei Männern mit 425 Euro.

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