Anteil der Mütter an Firmengründungen gestiegen

Der Anteil von Müttern unter Deutschlands Firmengründern ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen - von 34 Prozent im Jahr 2002 auf 40 Prozent im vergangenen Jahr

Der Anteil von Müttern unter Deutschlands Firmengründern ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen - von 34 Prozent im Jahr 2002 auf 40 Prozent im vergangenen Jahr. Die sogenannten Mompreneurs sind somit für jede sechste Gründung hierzulande verantwortlich, wie die staatliche Förderbank KfW am Montag mitteilte. Zentrales Motiv vieler dieser Frauen ist dabei die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. "Klarer" Branchenschwerpunkt sind dabei persönliche Dienstleistungen.

"Viele Mütter entscheiden sich gerade wegen der zeitlichen Flexibilität für die Selbstständigkeit", erklärte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner. Fast drei Viertel der Mompreneurs geben an, wegen der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine eigene Firma gegründet zu haben. Ihr Anteil an allen Firmengründungen wuchs auch, weil deren Zahl wegen des Aufschwungs am Arbeitsmarkt seit Jahren zurückgeht.

Ein Drittel der Gründerinnen - ob mit oder ohne Kinder - startet im Vollerwerb, wie die KfW-Umfrage "Gründungsmonitor" ergab. Die Mütter arbeiten dabei etwas kürzer, nämlich 36 Wochenstunden statt 50 Wochenstunden. Mütter gründen der Umfrage zufolge häufiger als Gründerinnen ohne Kinder unter Einsatz von Mitarbeitern oder mit Partnern.

Die meisten (45 Prozent) konzentrieren sich dabei auf persönliche Dienstleistungen in der Gastronomie oder in der Gesundheitsbranche. Der Anteil digitaler Gründungen ist laut Kfw mit 13 Prozent "auffällig" gering - insgesamt sind rund 20 Prozent aller Gründungen digital. Die KfW lässt einmal im Jahr für ihren Gründungsmonitor repräsentativ rund 50.000 Deutsche im Alter zwischen 18 und 67 Jahren befragen.