„Ant-Man“: Stunt-Double von Paul Rudd trägt in Wirklichkeit eine Prothese

Paul Rudd oder sein Stuntman? Wer unter dem Kostüm steckt, ist für den Zuschauer nicht ersichtlich. (Bild: ddp Images)

Im zweiten Teil von „Ant-Man“, der nächsten Sommer in die Kinos kommt, bekommt Hauptdarsteller Paul Rudd in Actionszenen Unterstützung von zwei Stuntmännern. Einer davon übt seinen Job sogar trotz Behinderung aus – ihm fehlt unterhalb des linken Knies das Bein.

Auf der Leinwand mimt Brett Smrz den Superhelden bloß – im wahren Leben ist er selbst einer. Der 26 Jahre alte Stuntman aus dem US-Bundesstaat New Jersey steht zurzeit für den zweiten Teil des Marvel-Comics „Ant-Man“ vor der Kamera. In einigen Actionszenen springt er für Hauptdarsteller Paul Rudd ein – und das, obwohl Smrz seit seiner Jugend körperlich behindert ist.

Im Alter von 16 Jahren verlor der US-Amerikaner bei einem Unfall sein linkes Bein unterhalb des Knies. Er war beim Trampolinspringen umgeknickt. Dabei brach er sich das Bein, wobei eine Arterie durchtrennt wurde. Der linke Fuß und Unterschenkel mussten daraufhin in einer Not-OP abgenommen werden. Doch in seiner Lebensfreude und in seinem Tatendrang konnte ihn dieser Schicksalsschlag nicht bremsen.

Unlängst wurde Smrz am Set von „Ant-Man and the Wasp“ gesichtet – mit Superheldenkostüm und Prothese!

Seit Jahren arbeitet er als Stuntman für große Hollywood-Produktionen. So stand Smrz bereits für Filme wie „Knight and Day“, „Mission Impossible – Phantom Protokoll“, „The Amazing Spider-Man“ und „American Sniper“ vor der Kamera. Durch seine körperliche Einschränkung kommt er allerdings nicht für alle Stunts infrage.

Der begeisterte Renn- und Sportauto-Fan kommt ausschließlich in Verfolgungsszenen zum Einsatz. Smrz übernimmt dann in gefährlichen Einstellungen die Rolle des Lenkers. Am Set fuhr er schon so manch teuren Luxuswagen zu Schrott. Auf seinem Instagram-Account stellt er seine Vorliebe für schnelle Schlitten unter Beweis – in regelmäßigen Abständen postet er Bilder vor, hinter oder in Rennautos.

Smrz kommt aus einer berühmten Stuntman-Familie. Schon sein Vater, Gregg Smrz, stand für Blockbuster wie „Stirb langsam“, „Last Action Hero“ und „Batmans Rückkehr“ vor der Kamera. Und auch Bretts Onkel, Brian Smrz, ist seit Jahrzehnten in Hollywood als Stuntman aktiv. Sowohl sein Vater als auch sein Onkel arbeiten heute aber vorwiegend hinter der Kamera als Stunt-Koordinatoren.

Für Brett Smrz stand schon als Kind fest, dass er einmal Stuntman werden würde – ein Traum, den selbst ein schwerer Unfall nicht zum Platzen bringen konnte.

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