Anstieg bei Steuereinnahmen im Mai deutlich verlangsamt

dpa-AFX

BERLIN (dpa-AFX) - Der Anstieg der Steuereinnahmen hat sich im Mai deutlich verlangsamt. Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums kletterte das Aufkommen von Bund, Ländern und Kommunen (ohne Gemeindesteuern) gegenüber dem Vorjahresmonat nur noch um 1,4 Prozent und damit erheblich geringer als in den Vormonaten. Grund sind auch weniger Einnahmen aus Unternehmenssteuern und Erstattungen, wie aus dem aktuellen Monatsbericht hervorgeht.

Zwischen Januar und Mai insgesamt sind die Einnahmen aber dank der starken ersten vier Monate des Jahres dennoch um 5,6 Prozent gestiegen - auf nunmehr 262,7 Milliarden Euro. Das liegt immer noch klar über dem Plus von 3,9 Prozent, wie es in der Mai-Steuerschätzung für das gesamte Jahr 2017 prognostiziert wurde. Zwischen Januar und April verzeichneten die Staatskassen einen Monats-Zuwachs jeweils zwischen 4,0 und 8,3 Prozent.

Bei der Lohnsteuer wurden nach Angaben des Finanzministeriums auch im Mai "hohe Zuwächse" verbucht. Dagegen seien im aufkommensschwachen Veranlagungsmonat Mai bei der Einkommensteuer sowie der von Kapitalgesellschaften zu zahlenden Körperschaftsteuer im Vorjahresvergleich Rückgänge zu verzeichnen. Grund für die deutlichen Einbußen seien eine hohe Vorjahresbasis sowie höhere Erstattungen, hieß es. Bei Steuern vom Ertrag sowie vom Umsatz liege die Entwicklung in der üblichen Schwankungsbreite.

Zur Konjunkturentwicklung hieß es: "Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiterhin in einem soliden Aufschwung." Die Aufhellung der weltwirtschaftlichen Entwicklung, niedrige Zinsen, moderate Preise für Energiegüter und die positive Dynamik am Arbeitsmarkt stellten weiterhin günstige Rahmenbedingungen für eine Fortsetzung des Aufschwungs dar.