Tag 10: Ansgar Brinkmann verlässt das Dschungelcamp

Dieser Tag hatte nichts zu bieten für die Camper von “Ich bin ein Star – holt mich hier raus.” Es regnete, die Dschungelprüfung brachte null Sterne und Ansgar Brinkmann verließ die Show. Nur eine hatte einen guten Tag: Tina York. Die grunzte auf der Hängematte. 

Damit hatte keiner gerechnet: Ansgar Brinkmann verlässt das Dschungelcamp freiwillig. (Bild: MG RTL D)

Im Yahoo-Special findet ihr die aktuellsten Geschichten rund um “Ich bin ein Star – Holt mich hier Raus!” und könnt abstimmen, wer Dschungelkönig/-in 2018 wird.

Es ist noch keine Woche her, da sagte Ansgar Brinkmann einen berühmten Satz sagte, der es sogar in diesen Tagesbericht aus dem Dschungel schaffte: “Aufgeben ist ja ein bisschen wie sterben. Und wer will schon sterben?” Es waren weise Worte, die sich der 48-Jährige da für den Auszug des Transgender-Models Giuliana Farfalle zurecht gelegt hatte, doch nun ist auch ein Stück von Ansgar, dem Unzerbrechlichen, gestorben. Warum er die Show verließ, dazu kommen wir noch. Aber von Beginn an:

Die Dschungelprüfung

Nominiert für die Dschungelprüfung wurde heute Bachelorette-Gewinner David Friedrich. Voller Tatendrang kam er angehüpft. Auf ihn wartet die Prüfung mit dem Namen “Einmal volltanken bitte”. Dahinter verbarg sich ein Turm von etwa zehn Metern Höhe, der von oben mit Wasser gefüllt wurde. David musste in dem gefluteten Tank mehrere verschraubte Boxen öffnen. In diesen befanden sich jedoch nicht nur die Schraubenschlüssel für die jeweils nächste Box, sondern auch Aale, Krebse, Schlangen und Krokodile. Erst in der letzten Box war der Schlüssel, mit dem er sich befreien hätte können.

David schaffte es bis zur letzten Box, doch kurz vor Ende de Zeit fiel ihm der Schraubendreher ins Wasser und er konnte den Schlüssel zu seiner Befreiung nicht erlangen. Mit null Sternen und sehr geknickt ging er zurück zu seinen Mitkandidaten.

David Friedrich gibt in der Dschungelprüfung alles, doch er kann keinen Stern gewinnen. (Bild: MG RTL D /Stefan Menne)

Fremdschäm-Moment der Folge

Fremdschämen konnte man sich in dieser Folge wieder mal nur für Daniele Negroni. Für seine Zigarettensucht bringen seine Teamkollegen zwar extrem viel Verständnis auf und hören sich seine Litanei über den Horror des kalten Entzugs geduldig an, aber als Zuschauer ist man da schon längst an seine Grenzen gekommen.

Negroni, der sowieso nicht aussieht wie das blühende Leben, könnte den Wink des Schicksals verstehen und sich sagen: “Wenn ich schon über drei Tage nicht geraucht habe, dann ziehe ich es jetzt auch durch!” Aber nein, da schleppt er sich, den Tränen nahe und mit weinerlicher Stimme zum Dschungeltelefon und sagt sowas wie: “Ich glaube, ich war noch nie so weit unten. Die Prüfungen werden ultrakrass. Deswegen bitte ich die Redaktion… Nehmt mir alles weg, ist mir egal, aber ich wünsche mir einfach nur eine Zigarette.”

Und der Sender, der wahrscheinlich die vielen Zuschauerzuschriften über den Nervsack Negroni nicht mehr länger lesen wollte, erbarmt sich und gibt die Zigaretten wieder frei. Auch ihre Luxusartikel erhalten die Stars zurück.

Daniele Negroni (l.) und David Friedrich (m.) sind glücklich über ihre erste Zigarette nach dem Entzug. (Bild: MG RTL D)

Darum hat sich das Einschalten gelohnt

Ach, je länger man den “Promis” im Dschungel zuschaut, desto mehr sorgt man sich um das eigene Seelenheil. Nicht weil man schon wieder kein Bildungsfernsehen sieht, wohl aber weil der Spaß dem perfiden RTL-schen Marionettenspiel zuzusehen, von Folge zu Folge wächst.

Natascha Ochsenknecht und David Friedrich gehen auf Schatzsuche. Sie schlagen sich von Koordinaten zu Koordinaten. Zuletzt finden sie eine Kiste und nur eine Frage trennt sie noch vom Schatz: Wie oft gehen Frauen fremd? Fünf Prozent oder fünfzehn Prozent? Daniele und David sind sich einig: Auf jeden Fall fünfzehn! Schlimme Erfahrungen lassen sich hinter dem schnellen Urteil vermuten. Aber: Sie behalten recht. Die Truhe geht auf und simsalabim – heraus kommt ein Mini-Mini-Salzstreuer.

Ansgar flippt völlig aus: “Aufwand und Belohnung stehen in keinem Verhältnis! Wenn du was für Feinde machen würdest, die würden dich mehr belohnen. Aber vielleicht hab ich den Modus nicht verstanden. Ihr sitzt am längeren Hebel.” Ausgezeichnet, RTL, ausgezeichnet.


Wer muss gehen?

Keiner. Denn Ansgar geht ja freiwillig. Als er nach dem Schlafen sein Mikrophon wieder umbindet und auf den Regelverstoß aufmerksam macht, der damit ja eigentlich begangen wurde, sagt er knallhart: “Wenn das jetzt ein Regelverstoß ist, dann gehe ich sofort. Ich werde ungern verarscht. Und das hier ist jetzt Verarsche.”

Ansgar Brinkmann bricht ab – und muss zurück ins Hotel. (Bild: MG RTL D / Stefan Menne)

Prompt wird er zum Dschungeltelefon gerufen und soll einen Luxusgegenstand abgeben. “Dann gehe ich nach Hause jetzt direkt, das langweilt mich”, sagt er und funkelt böse in die Kamera. Später erklärt er seinen Abgang noch: “Wer meine Historie kennt weiß, dass ich ein Freigeist bin. 39 Trainer haben versucht mir zu sagen, was ich auf dem Platz machen soll. Die Regie ist mein 40. Trainer. Glaubt ihr ernsthaft, dass ich das jetzt ändere? Mit Abmahnungen konnte ich mein Haus tapezieren. Waren mir alle scheißegal.” Na dann, ab dafür mit dir ins Hotel.

Kurz nach Ansgars Aussage “Ich bin ein Star – holt mich hier raus”, wacht Tina York auf. „Mann was ist denn jetzt wieder alles losgewesen?“ fragt sie. “Da schlafe ich zum ersten Mal…” Schlaf ruhig weiter Tina. Morgen ist ein neuer Tag.