Anschlagswelle in Kiew und Dnipro - noch Verletzte in den Trümmern?

Bei einem Raketenangriff auf ein Hochhaus im ukrainischen Dnipro am Samstagnachmittag sind fünf Menschen gestorben. Mindestens 27 weitere wurden verletzt, unter ihnen sechs Kinder. Rettungskräfte zogen die Verletzten aus den Trümmern des teilweise eingestürzten Gebäudes.

Auch in Kiew hatte es zuvor Explosionen gegeben. Die Raketenangriffe galten der ukrainischen Infrastruktur. Die Anwohern:innen des Viertels Dniprowskiy wurden aufgefordert, in Sicherheit zu bleiben. Es waren die ersten massiven Angriffe auf die Hauptstadt seit Wochen.

Sowohl die russische Militärführung als auch die bei Soledar eingesetzte russische Söldnertruppe Wagner hatten zuvor die Eroberung der Stadt verkündet.

Wagner-Chef Evgeniy Prigozhin sagte, "ich bin hier, um den Männern, die Soledar eingenommen haben, Medaillen zu überreichen. Die feindliche Einheit wurde festgesetzt. Diejenigen, die sich weigerten, sich zu ergeben, wurden getötet."

Die ukrainische Regierung bestreitet, dass Soledar von Russland eingenommen wurde. Fallschirmjäger Bender sagte, "die Armee steht, wir halten durch, wir halten die Verteidigung aufrecht, jeder weiß, warum wir hier sind."

Sollte Soledar in russische Hände gefallen sein, würde dadurch die gesamte seit Juli von Kiew gehaltene Verteidigungslinie von Siwersk bis nach Bachmut ins Wanken geraten.