Anschlag in Barcelona: „Wollten nur nach Hause“ – Deutsche Urlauber landen am Flughafen

Einige Urlauber haben die Katastrophe hautnah miterlebt.

Bilder von der abgesperrten Fußgängerzone La Rambla, weinenden Passanten und dem weißen Lieferwagen gehen momentan um die Welt. Die Menschen, die am Freitagmittag mit der Maschine aus Barcelona am Flughafen Köln/Bonn gelandet sind, haben die Ereignisse in der Metropole teilweise hautnah miterlebt.

„Wir waren direkt vor Ort. Das Schlimmste war, die Leute alle rennen zu sehen“, sagt eine Urlauberin. Als besonders schrecklich habe sie die Menschen empfunden, die sofort die Ereignisse mit ihrem Handy filmten. Sie und ihre Freundin würden nun einfach nur noch nach Hause wollen. Doris Sturm und ihre Familie haben Urlaub bei Verwandten gemacht und waren deshalb etwa zwei Stunden von Barcelona entfernt, als der Kleinbus in die Menschenmenge fuhr. Von dem Anschlag habe die Familie hinterher im Internet erfahren.

Schalter eigentlich schon geschlossen

Erst als sich Sturm mit ihren Kindern im Auto auf dem Weg zum Flughafen in Barcelona machte, bekam sie die Suche nach den mutmaßlichen Attentätern richtig mit. „Heute war die Hölle los vor dem Flughafen. Am Straßenrand standen Soldaten und Polizisten mit Maschinengewehren“, sagt Sturm. Da habe sie schon ein komisches Gefühl gehabt. Die Autos hätten alle statt auf zwei Spuren nur auf einer fahren dürfen. Polizisten hätten von außen einen Blick in jedes Auto geworfen und weiße Lieferwagen kontrolliert. Das habe die Familie auf dem Weg zum Flughafen ziemlich viel Zeit gekostet.

„Der Schalter war eigentlich schon geschlossen. Wir wurden extra noch durchgelassen. Da hatte ich schon etwas Panik, zu spät zu kommen“, sagt Sturm. Auch der Argentinier Roman Dirisio war zum Zeitpunkt des Anschlags mit seiner Freundin in der Nähe der katalanischen Metropole. „Die Stimmung bei den Menschen um uns herum ist direkt gesunken, es waren alle sehr ruhig“, sagt Dirisio auf Englisch. Es sei schwierig für die beiden gewesen, zurück zu ihrer Unterkunft zu kommen. „Die Polizei hat versucht, niemanden aus Barcelona raus zu lassen“, schildert er. Die Erfahrung sei für ihn schlimm gewesen, auch wenn er nicht direkt vor Ort gewesen sei. (lod/jju)...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta