Anonyme Voice-Mail: Berliner Polizei prüft Vorwürfe gegen Polizeiakademie

Die Landespolizeischule in Spandau (Archivbild)

Berlin. Die Berliner Polizei überprüft eine Audio-Datei, in der ein Dozent unhaltbare Zustände an der Polizeiakademie in Spandau beklagt. Die anonyme Voice-Mail, die der Berliner Morgenpost vorliegt, stammt aus einem privaten Chat und wird derzeit über diverse Whatsapp-Gruppen verteilt. Darin beklagt der Sanitäter die Verhaltensweisen von Migranten in der Polizeiakademie und spricht "vom Feind in unseren Reihen".

Bereits in der vergangenen Woche wurde Polizeipräsident Klaus Kandt die Datei vertraulich von einem Mitarbeiter übermittelt. An der Echtheit der Aufnahme bestehe kein Zweifel, sagte Polizeisprecher Thomas Neuendorf. "Wir werden uns die Schule genauer anschauen, mit Schülern und Auszubildenden sprechen, was dort für Missstände herrschen." In der Aufnahme beklagt sich ein Mann über Hass, Lernverweigerung und Gewalt in einer Klasse mit vielen Polizeischülern mit Migrationshintergrund. Demnach kommt der Mann zu dem Fazit: "Das sind keine Kollegen, das ist der Feind. Das ist der Feind in unseren Reihen."

Erhebliche Zweifel an den drastischen Aussagen

Inzwischen gibt es erhebliche Zweifel an den drastischen Aussagen des Sanitäters. Demnach konnte man etwa bestätigen, dass die Polizeischüler Basecaps im Unterricht getragen und nicht auf Nachfragen reagiert hätten. Über Gewalt sei laut Polizei aber nichts bekannt. Die Klasse, in der jener Sanitäter mit einem Kollegen zusammen eine Stunde gab, besteht aus kommenden Schutzpolizisten. Die Schüler sind zum großen Teil erst 16 und 17 Jahre ...

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