Anna Trifft Ernst: Schüler lernen ihre Talente kennen

Bunte selbst gebastelte Stockpuppen sorgen gleich für eine freundliche Atmosphäre. Selbst gemachte Reiseführer mit Aufschriften wie Brasilien, Sri Lanka oder Berlin locken die Besucher ebenso wie schwarz-weiße und farbige Fotografien. Mittendrin, auf einer freien Fläche, tanzen Schüler. Die LVR-Anna-Freud-Schule und die Ernst-Simons-Realschule feierten zum Abschluss ihrer gemeinsamen Projektwoche ein Schulfest unter dem Motto "Anna trifft Ernst".

Die Schüler präsentierten nicht nur, was sie in der Woche gebastelt, entworfen und hergestellt hatten, sondern zeigten zahlreiche künstlerische Einlagen von der Zirkusvorstellung mit selbst gefertigten Jonglierbällen bis hin zu kleinen Choreographien. "Die Schüler waren schulübergreifend in den Projektgruppen. Sie konnten sich einwählen und wurden von Lehrern beider Seiten betreut", sagte Ludwig Gehlen, Leiter der Anna-Freud-Schule, während hinter ihm der Gesang des Projektchores erklang. Die Schulfeste richten die Schulen immer gemeinsam aus.

Die Realschule und die Förderschule für körperliche und motorische Entwicklung befinden sich unter einem Dach. Es sind aber getrennte Schulen mit unterschiedlichen Trägern, die Realschule unter Trägerschaft der Stadt Köln und die Förderschule als Teil des LVR-Verbandes.Von der 5. Klasse bis in die Oberstufe - alle Schüler beider Schulen nahmen teil.

"Das Besondere an der Schulsituation ist das gemeinsame Leben", sagte Joana Louvros-Ankel, die Leiterin der Ernst-Simons-Realschule. "Für mich zeigt das immer wieder den Bezug zu unserem Namensgeber Ernst Simons." Der hatte als Pädagoge den Gedanken verfolgt, dass Bildung nur durch Toleranz, Verständnis und Unterschiedlichkeit funktioniert. Das Tolle an der Projektwoche sei, dass man die Schüler immer wieder neu kennenlerne und dass man Seiten an den Kindern entdecke, die im Unterricht verborgen blieben.

Bei dem Fest präsentierte die Anna-Freud-Schule auch ihr Fotografie-Projekt "Lebensraum Schule". Die Aufmerksamkeit der Schüler und ihre visuelle Wahrnehmung sollen geschult werden. "Zum einen lernen die Schüler, was mit dem Medium Fotografie möglich ist, der andere Aspekt ist, dass sie sich mit ihrer Umgebung auseinandersetzen", sagte Claudia Schubert, Kuratorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der "Photographischen Sammlung". Das Projekt ist eine Kooperation der Schule mit der "Photographischen Sammlung" der SK Stiftung Kultur der Sparkasse Köln Bonn.

Betreut werden Projekt und Foto-AG der Schule durch Fotografin Marita Schnorbach. Während des Schulfests wurden Besucher in Verkleidungen und verschiedenen Positionen, aber immer in der gleichen Einstellung vor dem selben Hintergrund fotografiert. Am Ende sollen die Bilder als Serie veröffentlicht werden....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta