Wie er es anlegt, wofür er es ausgibt: Trigema-Chef Wolfgang Grupp spricht offen über sein Geld

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Wolfgang Grupp, Chef von Trigema.
Wolfgang Grupp, Chef von Trigema.

Der Trigema-Chef Wolfgang Grupp hat dem Magazin Focus ein Interview gegeben. Darin spricht der 79-jährige Firmenpatriach über seine Beziehung zu Sparen und Vermögen.

Generell sei ihm Wertschätzung wichtiger, als ein großes Vermögen, so Grupp - obwohl Geld die Basis bilde und einem Unabhängigkeit verleihe. Der Unternehmer, der über 12.000 Mitarbeiter beschäftigt, achtet aber genau daruaf, wofür er sein Geld ausgebe: "Sinnlosen Luxus mit Sachen, die ich nicht brauche – das werden Sie bei mir nicht finden. Was ich für wichtig und gut halte, leiste ich mir normalerweise.", sagte er dem Focus.

Grupp leiste sich nur, was er brauche - wie seinen Hubschrauber

Dazu zähle auch sein Hubschrauber. Diesen habe er sich nicht etwas zum Angeben gekauft, wie Grupp sagt, sondern um Zeit zu sparen, wenn er zwischen den verschiedenen Testgeschäften in Deutschland hin- und herreist. Im Jahr komme er auf etwa 160 bis 200 Flugstunden und rund 50.000 Kilometer.

Generell beschreibt sich der Unternehmer als schwäbisch veranlagt in Sachen Geld ausgeben. Das gelte auch für seine Familie. "Wir werfen kein Stück Brot weg, weil es etwa hart ist. Bevor das neue Brot angeschnitten wird, muss das alte gegessen sein.“, so Grupp.

Keine Festgelder mehr, um den Minuszinsen zu entkommen

Beim Thema Geldanlage setzt Grupp auf Vertrauen. Bevor die Banken Minuszinsen auf Erspartes einführten, hatte er nach eigenen Angaben Festgeldkonten bei seiner Hausbank. Nun würden sich zwei befreundete Banker um sein Vermögen kümmern. "Ich gebe nur vor: Keine Spekulationen! Ich will sichere Anlagen.", so Grupp.

Seine sparsame Art hatte sich Grupp bereits in der Kindheit angeeignet: Statt Anziehsachen von seiner Mutter gekauft zu bekommen, liess sich Grupp das Kleidergeld lieber auf sein eigenes Konto überweisen. Als er genug gespart hatte, kaufte er sich seinen ersten eigenen Maßanzug. Grupp: "Der Vorteil war, dass ich nur gekauft habe, was ich auch tatsächlich brauchte und vor allem angezogen habe."

sr