Anklage gegen junge Männer wegen Vergewaltigung von 14-Jähriger aus Ulm erhoben

Die Ulmer Staatsanwaltschaft hat fünf junge Männer wegen mehrfacher Vergewaltigung einer 14-Jährigen angeklagt. Die Beschuldigten im Alter von 14 bis 24 Jahren sollen der Jugendlichen an Halloween im Oktober vergangenen Jahres gegen deren Wille eine mit Betäubungsmittel versetzte Flüssigkeit eingeflößt und sie anschließend in einem wehrlosen Zustand mehrfach sexuell missbraucht haben, wie die Behörde in der baden-württembergischen Stadt am Mittwoch mitteilte.

Zuvor hatten zwei der Angeklagten das Opfer in der Ulmer Innenstadt kennengelernt und dazu überredet, mit ihnen in ihre Wohnunterkunft in der Umgebung zu fahren. Dort soll ein 24-jähriger Beschuldigter ihr das Betäubungsmittel verabreicht haben. Danach sei es am Abend sowie am Folgetag zu den Vergewaltigungen in einem Zimmer gekommen.

Bei den Beschuldigten handelt es sich um Asylbewerber aus dem Iran, dem Irak und Afghanistan. Drei von ihnen sitzen nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft. Ein Angeklagter gestand demnach, die übrigen vier Männer bestreiten die Vorwürfe bislang.

Über die Eröffnung eines Prozesses entscheidet nach einer Prüfung der Anklage das Ulmer Landgericht, zuständig ist die dortige Große Jugendkammer. Wann ein Prozess beginnen könnte, war zunächst unklar.