Animation: Emojis sind auch nur Menschen

Wollen die Firewall überwinden: Meh (Mitte) und seine Kumpels

Emojis wurden bekanntlich zur Zeitersparnis erfunden. Gefühle, die zu beschreiben es in einer Nachricht kostenpflichtige Worte bedurft hätte, kann man so mit wenigen Zeichen ausdrücken. Warum also sollte man Emojis, die Meister der Abkürzung, zu einem eineinhalbstündigen Film aufblasen? Weil wohl nahezu jeder vernetzte Mensch Emojis kennt und sie als Kinohelden somit einen soliden Kassenerfolg versprechen.

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Auf Reise: Meh und Jailbreak Sony Pictures

Zu übermäßiger Kreativität hat diese Ausgangslage die drei Drehbuchautoren um Regisseur Tony Leondis ("Lilo & Stitch 2") allerdings nicht inspiriert. Sie erfanden ein junges Meh-Emoji namens Gene (deutsche Stimme: Tim Oliver Schultz). Es lebt im Smartphone eines Neuntklässlers, der seinem Schwarm ein lässiges Meh-Emoji schicken will. Es wäre Genes erster Auftrag. Da er von Geburt an unter einer Fehlfunktion leidet und sich schlecht auf eine Emotion konzentrieren kann, ist er nervös und scheitert. Statt den Ausdruck abzuliefern, für den er geboren wurde, passiert ihm eine panische Grimasse.

Wenn man an diesem Punkt das Wesen von Emojis und ihrer Nutzer weiter ernst genommen hätte, wäre aus diesem Film vielleicht ein kafkaeskes Abenteuer für die ganze Familie geworden. Stattdessen lautet das Motto: Emojis sind auch nur Menschen. Genes Eltern schämen sich und wollen ihren Junior einsperren.

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Müssen ihre Welt retten: die Emojis - / dpa

Bald droht gar der gesamten Festplatte die Neuformatierung. Emoji-Kumpel Hi-5 (Christoph Maria Herbst) und Hackerin Jailbreak (Joyce Ilg) versuchen in letzter Sekunde Genes Geburtsfehler umzup...

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