Anhänger von US-Band fordern mit Protestmarsch Entkriminalisierung

Marsch der "Juggalos" in Washington

Als Horrorclowns verkleidet haben hunderte Fans einer umstrittenen US-Band in Washington für Meinungsfreiheit demonstriert. Die sogenannten "Juggalos" forderten am Samstag (Ortszeit), ihre Gruppe zu entkriminalisieren und ihren alternativen Lebensstil anzuerkennen. Die Bundespolizei FBI betrachtet die Anhänger der Hiphop-Band Insane Clown Posse seit 2011 als kriminelle Bande.

An dem friedlichen Marsch durch die Hauptstadt beteiligten sich rund tausend Menschen, darunter viele Paare und Familien. Sie trugen Schilder mit Aufschriften wie "Musik ist kein Verbrechen" und "Es geht um die Familie". Mehrere Redner der "Juggalos" kritisierten die Einschätzung des FBI als "verrückt" und "lächerlich". Fans der Band beklagten, sie würden von der Polizei drangsaliert.

Die Band Insane Clown Posse stammt aus Detroit und hat seit ihrer Gründung 1989 Millionen Alben verkauft, und das ohne Unterstützung von Medien und Plattenindustrie. Ihre Fans stammen mehrheitlich aus dem Mittleren Westen der USA und kommen aus einfachen Verhältnissen.

In Washington demonstrierten am Samstag noch zwei weitere Gruppen: Rechtsgerichtete Anhänger von US-Präsident Donald Trump sowie eine Gruppe, die für den Schutz der Demokratie und gegen die Einmischung Russlands in den US-Wahlkampf im vergangenen Jahr eintrat. Die Pro-Trump-Demo wurde zwischenzeitlich von Bürgerrechtsaktivisten gestoppt; ansonsten verliefen die Demonstration ohne Zwischenfälle.