Anhänger und Kritiker von Duterte demonstrieren in den Philippinen

In den Philippinen sind jeweils mehr als 2000 Anhänger und Gegner von Präsident Duterte auf die Straßen gezogen. Die Demonstranten reagierten auf Äußerungen des Staatsoberhaupts, der im Oktober die Bildung einer "Revolutionsregierung" angedroht hatte

In den Philippinen sind am Donnerstag jeweils mehr als 2000 Anhänger und Gegner von Präsident Rodrigo Duterte auf die Straßen gezogen. Die Demonstranten reagierten auf Äußerungen des Staatsoberhaupts, der im Oktober die Bildung einer "Revolutionsregierung" angedroht hatte. Seine Kritiker fürchten, Duterte könnte in dem Inselstaat eine Diktatur errichten. Die Anhänger des Staatschefs bekundeten vor dem Präsidentenpalast in Manila ihre Unterstützung für eine solche "Revolutionsregierung".

Gegner trugen Banner mit Aufschriften wie "Kampf der Duterte-Diktatur", sie verbrannten Bilder des Präsidenten. Im Gegensatz zu den Anhängern des Staatschefs wurden sie von Polizisten mit Wasserwerfern am Zugang zum Präsidentenpalast gehindert.

Duterte drohte mit der Bildung einer "Revolutionsregierung", um mögliche Umsturzversuche abzuwehren. Er warf dem US-Auslandsgeheimdienst CIA und Kommunisten im Land vor, auf seinen Sturz hinzuwirken. Er ging Menschenrechtsorganisationen und EU-Politiker scharf an, die seinen Anti-Drogen-Krieg kritisierten.

Duterte ist seit 16 Monaten im Amt. In seinem erbitterten Kampf gegen Drogenkriminalität ermunterte der Staatschef die Polizei und alle Bürger wiederholt dazu, selbst zu den Waffen zu greifen. Die philippinische Polizei tötete nach eigenen Angaben seit Dutertes Amtsantritt fast 4000 mutmaßliche "Drogenkriminelle".