Hütters historischer Fehlstart - Sommer schlägt Alarm

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Hütters historischer Fehlstart - Sommer schlägt Alarm
Hütters historischer Fehlstart - Sommer schlägt Alarm

Borussia Mönchengladbach kommt unter dem neuen Cheftrainer Adi Hütter weiterhin nicht in die Gänge. Die Elf vom Niederrhein kassierte beim Angstgegner FC Augsburg eine 0:1-Niederlage - bereits die dritte Pleite der Saison.

Hütter, der mit großen Vorschusslorbeeren nach Mönchengladbach wechselte, hat damit die schwächste Startbilanz eines Gladbach-Trainers seit Dick Advocaat (2004).   

In der Tabelle könnte die Borussia am Ende des Spieltags auf dem Relegationsplatz stehen - mit der Tendenz nach unten. Vor dem Hintergrund der beiden kommenden Gegner (erst gegen Dortmund, dann in Wolfsburg) könnte für die enttäuschenden Borussen ein ganz heißer Herbst anstehen.

Der österreichische Coach wirkte allerdings nicht besonders beunruhigt, als er zur schwachen Leistung in Augsburg befragt wurde. 

Hütter: „Kann der Mannschaft nichts vorwerfen“

„Wir hatten in der zweiten Halbzeit nicht die letzte Durchschlagskraft nach vorne. Aus einer Torchance, bei der wir einen Fehler machen, bekommen wir das Gegentor. Das ist absolut ärgerlich, da muss man den Punkt auch mal mitnehmen“, sagte Hütter. 

Der Mannschaft könne er „nichts vorwerfen. Sie hat alles gegeben, auch wenn das Ergebnis natürlich enttäuschend ist. Das sind natürlich nicht unsere Ansprüche.“

Für den früheren Nationalspieler und jetzigen Sky-Experten Dietmar Hamann ist die derzeitige Situation am Niederrhein brandgefährlich. Er erkenne keinen Zusammenhalt in der Mannschaft und befürchte eine schwierige Saison. 

Dass es derzeit eher nach Abstiegskampf als nach dem Streben nach Europa aussieht, scheint bei einigen Protagonisten in Gladbach nicht angekommen zu sein. „Wir machen kein heute eigentlich kein schlechtes Spiel, ackern und laufen viel, auch wenn die ganz klaren Chancen gefehlt haben“, beschönigte Patrick Herrmann. „Wir müssen heute den Punkt mitnehmen und nächste Woche Gas geben.“

Nur Sommer sieht „kein gutes Spiel von uns“

Lediglich Keeper Yann Sommer legte den Finger in die Wunde. „Es war kein gutes Spiel von uns“, sagte der Schweizer Keeper. 

„Wir wussten, dass wir gegen eine Mannschaft spielen, die defensiv sehr gut stehen wird und uns das Leben schwer machen wird. Ich habe von uns zu wenig Kreativität gesehen, wir hatten keine Ideen, wie wir diese Bollwerk durchspielen können. Ich glaube, wir hatten keinen richtigen Torschuss im gesamten Spiel. Das ist zu wenig.“ 

Florian Niederlechner hatte die Hausherren in der 80. Minute mit einem präzisen Schuss ins rechte Eck, nachdem Ruben Vargas ihn perfekt bedient hatte.

Mit dem ersten Saisonsieeg springen die Schwaben mit fünf Zählern auf Rang 11. Für den FCA waren es nach zwei Heimklatschen die ersten Punkte in der WWK Arena. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Gadbachs Flanken verpuffen

„Das hat sich die Mannschaft wirklich verdient. Es war Geschlossenheit da, wir haben dem Gegner wenig Räume gegeben“, sagte FCA-Manager Stefan Reuter bei Sky. Der Ex-Nationalspieler räumte aber auch ein: „Unsere Angriffe waren nicht immer sauber ausgespielt.“

In der ersten Hälfte neutralisierten sich die beiden Teams, denen in der Offensive kaum etwas Kreatives einfiel. Gefahr schwor nur eine flache Freistoß-Hereingabe von Daniel Caligiuri herauf, die an den rechten Pfosten sprang (43.).

Gladbach versuchte es wiederholt mit Flanken von der rechten Seite, die aber nicht präzise genug geschlagen wurden.

Kurz nach dem Seitenwechsel kombinierten sich die Fohlen zum ersten Mal erfolgreich durch den Strafraum - und prompt landete der Ball im Netz. Weil der vermeintliche Torschütze Alassane Pléa aber um Haaresbreite im Abseits stand, zählte der Treffer nicht.

Gladbach dominiert, bleibt aber harmlos

Die Borussia übernahm zwar die Spielkontrolle, doch weitere Chancen erspielten sie sich zunächst nicht. Auch der FCA, der zunehmend nur noch auf Konter setzte, blieb harmlos. 

In der 71. Minute bot sich dem eingewechselten Niederlechner die Chance nach einem solchen Konter, doch sein finaler Pass blieb an Denis Zakaria hängen.

Jener Niederlechner machte es neun Minuten später aber besser - und stürzte Gladbach in die Krise.

VIDEO: Gladbach im Training nach dem Sieg gegen Bielefeld

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