"Angry Birds"-Entwickler Rovio will an die Börse

Der "Angry Birds"-Entwickler Rovio ist am Freitag erfolgreich an der Börse gestartet: Die Anleger rissen sich um die Aktie

Nach dem Erfolg des Kinofilms "Angry Birds" strebt das finnische Unternehmen Rovio den Gang aufs Börsenparkett an. Rovio beabsichtige, in Helsinki aufs Parkett zu gehen, teilte der Hersteller des gleichnamigen Handy-Spiels am Dienstag mit. Mit dem Börsengang will Rovio 30 Millionen Euro frisches Kapital einnehmen und seinen Wachstumskurs festigen.

Auch Hauptanteilseigner Trema aus den Niederlanden werde Teile seiner Anteile an dem finnischen Unternehmen zum Verkauf stellen, teilte Rovio weiter mit. Weitere Angaben zum möglichen Termin des Börsenstarts oder dem Ausgabekurs der Anteilsscheine machte das Unternehmen zunächst nicht.

Der Film "Angry Birds" entwickelte sich 2016 an den Kinokassen weltweit zum Erfolg und spülte fast 350 Millionen Dollar (knapp 295 Millionen Euro) in die Kassen. Im ersten Halbjahr 2017 stieg der Umsatz von Rovio um 94 Prozent auf 152,6 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 13,3 Millionen Euro. Rovio sei weiter auf Wachstumskurs, teilte Unternehmenschefin Kati Levoranta am Dienstag mit.

Das Handy-Spiel "Angry Birds", bei dem der Nutzer "zornige" Vögel auf Schweine schleudern muss, war nach der Veröffentlichung im Jahr 2009 ein weltweiter Erfolg. Allerdings verlor das Spiel einige Jahre später zunächst an Anziehungskraft und die Gewinne gingen kräftig zurück. 2014 strich Rovio deshalb jede sechste Stelle.

Im Moment verzeichnet Rovio durchschnittlich 80 Millionen aktive Nutzer seiner Spiele pro Monat. In mehreren Ländern, darunter Finnland, Spanien und China, gibt es "Angry Birds"-Vergnügungsparks.