Etwa 30 Tote in Burkina Faso - Attacke gegen Frankreichs Botschaft

In Ouagadougou, der Haupstadt von Burkina Faso, haben bewaffnete Männer mehrere Ziele angegriffen, darunter: die französische Botschaft, das Gebäude des Armee-Generalstabs und das Viertel rund um den Amtsitz des Ministerpräsidenten. Insgesamt soll es an die 30 Tote gegeben haben. Das berichten französische und afrikanische Sicherheitsquellen.

Vier bewaffnete Männer seien bei einem Angriff auf die Botschaft "neutralisiert" worden, so der französische Außenminister. Drei weitere Angreifer, die das Armee-Hauptquartier im Visier hatten, seien unterdesssen erschossen worden. Das verkündete der Verteidigungsminister von Burkina Faso, Jean Claude Bouda.

Koordinierter Angriff islamischer Extremisten

Der Polizeichef sagte nach Angaben der Nachrichtenagentur AP, er vermute, dass islamische Extremisten für die Attacken verantwortlich sind.

Augenzeugen berichteten von schwarzen Rauchschwaden über dem Zentrum der Hauptstadt.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters stürmten maskierte Männer zudem das Hauptquartier der Armee in Ouagadougou. Auch schon vor der Explosion seien Schüsse gefallen.

Der französische Botschafter in Burkina Faso spricht von einem Angriff, der weiter andauere. Er rief zu größter Vorsicht auf und forderte Menschen auf, sich an einem sicheren Ort zu begeben.

Auf Facebook schrieb die Polizei, "ein bewaffneter Angriff ereignet sich gerade im Zentrum von Ouagadougou". Spezialeinheiten seien im Einsatz.

Sie riefen Einwohner dazu auf, sich von der Gefahrenzone fernzuhalten und jegliche verdächtige Beobachtung zu melden.