Messerattacke in Hamburg: Attentäter war Islamist mit psychischen Problemen

Marleen Stollen and Lisa Schönhaar
Messerattacke in Hamburg: Attentäter war Islamist mit psychischen Problemen

In Hamburg Barmbek attackierte am Freitag Nachmittag ein Mann Kunden des Edeka-Markts auf der Fuhlsbütteler Straße mit einem Küchenmesser. Der Täter floh, wurde aber von Passanten verfolgt. Auf seiner Flucht stach er noch mehrmals auf Personen ein. Es gab einen Toten und sechs Verletzte, einige von ihnen schwer.

Der 26-Jährige, der in den Vereinigten Arabischen Emiraten geboren wurde, war ein den Sicherheitsbehörden bekannter Islamist.

Der junge Mann habe aus religiösen Motiven gehandelt und sei psychisch labil gewesen, sagte Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) am Samstag. Die Radikalisierung des Mannes sei bekannt gewesen, eine unmittelbare Gefahr sei von ihm aber nicht erwartet worden. Er hatte in einer Flüchtlingsunterkunft gelebt, die nach dem Attentat durchsucht wurde. Dabei seien keine weiteren Waffen gefunden worden. Die Polizei ist überzeugt, dass er ein Einzeltäter war.

Am Freitagnachmittag hatte er den Behörden zufolge in einem Supermarkt ein Messer aus der Auslage gerissen und dann ohne Vorwarnung auf einen 50-jährigen Kunden eingestochen. Der Mann starb. Danach attackierte der Attentäter im Gebäude und anschließend auch davor weitere Menschen, die teils lebensgefährlich verletzt wurden. Danach wurde er von Passanten attackiert und schließlich mit Hilfe der Polizei überwältigt.

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