Angelina Jolie: Das sagt sie zu den grausamen Vorwürfen

Hat Angelina Jolie bei einem Casting Kindern erst Geld angeboten und dann wieder abgenommen? Die Regisseurin wehrt sich jetzt gegen die Vorwürfe.

Angelina Jolie (42, "Maleficent") ist bekannt für ihr humanitäres Engagement - jetzt hat die Schauspielerin und Regisseurin allerdings mit schweren Anschuldigungen zu kämpfen. Aber die 42-Jährige geht in die Offensive: Jolie hat einen "Vanity Fair"-Bericht zurückgewiesen, in dem es um eine umstrittene Casting-Methode gehen soll, die angeblich bei ihrem Film "First They Killed My Father" zum Einsatz kam.

Dem Bericht nach soll beim Casting Geld auf einem Tisch gelegen haben. Die Kinder, die für den kambodschanischen Film zum Vorsprechen kamen, duften sich dieses angeblich nehmen. Nachdem sie das Geld allerdings eingesteckt haben, sollen die Kinder aufgehalten und gezwungen worden sein, zu erklären, warum sie das Geld bräuchten, heißt es. Die Rolle ging am Ende an Srey Moch. "Moch war das einzige Kind, das eine sehr, sehr lange Zeit auf das Geld gestarrt hat", wird Jolie in dem Artikel zitiert. "Als sie gezwungen war, es zurückzugeben, wurde sie von ihren Emotionen überwältigt. All diese verschiedenen Dinge sind wieder über sie hereingebrochen. Als sie später gefragt wurde, für was das Geld war, sagte sie, ihr Großvater sei gestorben und sie hätten nicht genug Geld für eine Beerdigung."

"Es war eine Übung für eine Szene"

Jetzt sagte Jolie in einem Statement für "Variety", dass die Casting-Methode, die beschrieben wurde, falsch verstanden worden sei. Es sei eine "gespielte Übung in einer Improvisation" gewesen, für eine tatsächliche Szene aus dem Film. Über die Anschuldigungen sei sie "erschüttert". Die Vorstellung, dass echtes Geld während eines Vorsprechens von einem Kind genommen wurde, "ist falsch und erschütternd", schrieb sie demnach.

"Ich wäre selbst schockiert, wenn das passiert wäre", so Jolie. Für die Sicherheit und das Wohlergehen der Kinder am Set sei stets gesorgt gewesen, sagt sie. Eltern, Ärzte und Organisationen, deren Job es ist, sich um Kinder zu kümmern, seien immer vor Ort gewesen, um sicherzugehen, dass alle das hatten, was sie brauchten. Angelina Jolies jüngste Regiearbeit basiert auf dem Buch von Loung Ung, "Der weite Weg der Hoffnung". Sie erzählt darin, wie sie den kambodschanischen Völkermord unter dem Terrorregime der Roten Khmer überlebt hat. Der Film wird auf Netflix zu sehen sein.

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