Bundeskanzlerin: Angela Merkel rückt vom Nein der CDU bei der Ehe für alle ab

Merkel stellte sich 90 Minuten lang den Fragen der Frauenzeitschrift „Brigitte“.

Nach einer Stunde kam der erste Mann zu Wort. Und seine Frage war kurz und klar: „Wann darf ich meinen Mann Ehemann nennen?“ Die Kanzlerin reagierte bekümmert. Es gehe doch hier um sehr private Dinge, erwiderte sie, und dass es nicht gut sei, dass die politischen Mitbewerber „mit einem Junktim“ arbeiteten. Also: Koalition nur mit Ehe für alle. Die Dinge müssten sich „eher in Richtung einer Gewissensentscheidung“ entwickeln. Dabei wäre der Ehe für alle bei einer Abstimmung im Bundestag ohne Fraktionszwang eine Mehrheit sicher. Die Aussage galt manchen Beobachtern als kleine Sensation. Denn die CDU will das nicht.

Angela Merkel war am Montagabend im Berliner Maxim-Gorki-Theater Gast der Frauenzeitschrift Brigitte. 90 Minuten stellte sie sich den Fragen der Redakteurinnen Brigitte Huber und Meike Dinklage sowie des Publikums. Direkter als sonst solle es zugehen, sagte Verlagschefin Julia Jäkel. Und die Persönlichkeit solle im Vordergrund stehen – im Gespräch mit jener Frau, die nach Auskunft von Jäkels kleiner Tochter „doch die Chefin von Deutschland“ sei. Tatsächlich wurde es kurzweilig. Und es wurde viel gelacht.

Unterschiede zu Donald Trump 

Einerseits ging es um die große Politik. So wurde Merkel nach der Flüchtlingskrise gefragt und nach ihrem berühmten Satz: „Wir schaffen das.“ Sie antwortete, dass der durchaus „eine Mitmachkomponente“ gehabt habe, aber ebenso ihrer Überzeugung entsprach....Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung