Angeklagter in Prozess um Mord an Freiburger Studentin schildert Tatdetails

Im Prozess um den Tod der Studentin Maria L. aus Freiburg hat der Angeklagte ein Geständnis abgelegt und sich bei der Familie des Opfers entschuldigt. Vor dem Freiburger Landgericht gestand Hussein K. am Montag, die 19-Jährige im Oktober vergangenen Jahres vergewaltigt und im Fluss Dreisam zurückgelassen zu haben, wo sie ertrank. "Über das, was ich getan habe, bin ich aus tiefstem Herzen traurig", sagte K. und bat die Familie des Opfers, ihm zu verzeihen.

K. sagte aus, dass er am Tattag sehr viel Alkohol getrunken und Haschisch geraucht habe. An der Dreisam sei er in der Nacht zufällig auf L. getroffen und habe sie vom Fahrrad gestoßen. Sie habe geschrien, woraufhin er ihr den Mund zugehalten, mit der anderen Hand um ihren Hals gefasst, sie mit seinem Schal gewürgt und ausgezogen habe. Dann sei er mit der Hand in sie eingedrungen. Als er Blut gesehen habe, habe er L. ins Wasser gezogen und sei geflüchtet.

Das Opfer war nach der Vergewaltigung in der Dreisam ertrunken. Der Prozess gegen K. läuft seit der vergangenen Woche. Am ersten Verhandlungstag schilderte der Angeklagte zunächst mehrere Stunden lang seinen Lebensweg. Er stammt nach eigener Darstellung aus Afghanistan, flüchtete über die Türkei nach Griechenland und schließlich 2015 nach Deutschland. In Griechenland saß er bereits im Gefängnis. Er wurde im Dezember vergangenen Jahres in Deutschland festgenommen.