Nach Anfeindungen: Espanyol Barcelona legt Beschwerde gegen FC Barcelona ein

Nach Anfeindungen rund in der Copa del Rey hat Espanyol bei der spanischen Anti-Gewalt-Kommission Beschwerde gegen den Stadtrivalen Barca eingelegt.

Espanyol Barcelona hat bei der spanischen Comision Antiviolencia (Kommission gegen Gewalt im Sport) Beschwerde gegen den Stadtrivalen FC Barcelona eingelegt. Wie der Verein auf seiner Website bekannt gab, will der Klub gegen die Aussagen von Gerard Pique und Sergio Busquets sowie gegen die Anfeindungen der Fans des FC Barcelona rund um die beiden Pokalspiele vorgehen.

Fans des FC Barcelona hatten vor Anpfiff des Rückspiels der Copa del Rey im Camp Nou die Anhänger von Espanyol unter anderem als "Faschisten" bezeichnet. In der offiziellen Erklärung des Vereins meldete Espanyol zudem Aussagen von Gerard Pique, der es vor dem Rückspiel in Interviews mehrfach vermieden hatte, "Espanyol Barcelona" zu sagen, und den Klub als "Espanyol Cornella" (eine Stadt im Großraum Barcelona) bezeichnet. "Sie sind doch von dort?", gab er danach zu Protokoll. Espanyol sieht darin einen Ausdruck von Fremdenfeindlichkeit und legt nun bei der Kommission Beschwerde ein.

"Die Äußerungen von Busquets sind gegen jeden Geist der Fairness" 

Auch die Aussagen von Sergio Busquets nach der Hinspiel-Niederlage des FC Barcelona missfielen dem Klub. "Die Äußerungen von Busquets sind gegen jeden Geist der Fairness und des Respekts im Fußball und sind nur der Gewalt und Intoleranz dienlich", erklärte Espanyol in der Mitteilung. Busquets hatte sich nach der Hinspielniederlage der Blaugrana über den Jubel der Kontrahenten beschwert.

Espanyol Barcelona ist traditionell der Verein der Stadt Barcelona, der dem Land Spanien die Treue hält. Schon den Gründervätern des Klubs war mit der Wahl Vereinsnamens wichtig, auf die spanische Herkunft hinzuweisen. Von vielen Katalanen wird der Klub als Sinnbild für den spanischen Zentralstaat angesehen.