Andreas Hoppe fand die letzten Jahre als "Tatort"-Kommissar "echt quälend"

"Tatort"-Kommissarin Lena Odenthal ermittelt künftig ohne ihren Kollegen Mario Kopper

Für Schauspieler Andreas Hoppe waren die letzten Jahre als "Tatort"-Kommissar Mario Kopper teilweise "echt quälend". In der Samstagausgabe der "Neuen Osnabrücker Zeitung" klagt der 57-Jährige vor allem über schwache Drehbücher. "Bei den Büchern, die wir teilweise hatten, konnte man nur staunen, was da überhaupt noch rausgekommen ist", sagte er.

Alle Versuche von ihm und seiner Kollegin Ulrike Folkerts alias Kommissarin Lena Odenthal, daran etwas zu ändern, seien ins Leere gelaufen. Es habe sich einfach nichts verändert. Stattdessen hätten die Kommissare in den Filmen ein ums andere Mal Verdächtige nach ihrem Alibi fragen müssen, sagte Hoppe, der sich als Fan skandinavischer Krimis outete.

"Man muss nicht immer alles erklären, als ob der Zuschauer blöd wäre." Gute Filme funktionierten nicht nur über die Texte, sondern ganz viel über die Atmosphäre, fügte der Schauspieler hinzu.

Nach 21 Jahren und 56 Filmen ist für Hoppe Schluss mit dem "Tatort". Am Sonntag läuft sein letzter Fall, in dem es um die Verwicklungen der sizilianischen Mafia geht. Künftig ermittelt ein rein weibliches Team im "Tatort" aus Ludwigshafen.