Andrea Dovizioso: "Habe sehr viel Selbstvertrauen"

Sebastian Fränzschky

Die Ducati von Andrea Dovizioso wird beim diesjährigen Tschechien-Grand-Prix in Brünn von Startplatz eins ins Rennen gehen. Der Vizeweltmeister setzte sich in einem spannenden Qualifying mit einer Fabelzeit von 1:54.689 Minuten an die Spitze und teilt sich mit Valentino Rossi und Marc Marquez die erste Startreihe. Bereits nach den Trainings am Freitag hielt Marquez fest, dass Dovizioso der Favorit ist, obwohl der Italiener nach dem ersten Tag nur Fünfter war.

"Ich freue mich mehr über die Rundenzeit als über die Pole-Position", kommentiert Dovizioso das Qualifying. "Ich fuhr in meiner Karriere nicht viele Pole-Positions ein. Das ist nicht mein Stil. Ich schaue nicht zu sehr darauf, doch die Art und Weise, wie wir die Pole-Position einfahren konnten, war wichtig. Ich hatte keinen Fahrer vor mir. Ich konnte richtig hart pushen, um alles richtig zu machen und fuhr eine gute Rundenzeit."

Am Set-up der Ducati mit der Nummer 04 nahmen die Ingenieure für das Qualifying keine Änderungen vor. "Wir änderten nichts. Im FP4 probierten wir eine andere Abstimmung, um mit gebrauchten Reifen ein paar Dinge zu verstehen", erklärt Dovizioso.

"Mit zwei Reifen fuhren wir länger als die eigentliche Renndistanz. Das ist sehr wichtig. Wir bereiteten uns bestmöglich für das Rennen vor. Ich weiß nicht, ob es ausreicht, aber ich habe sehr viel Selbstvertrauen", betont der Ducati-Pilot.

Die neue Update-Verkleidung dürfte auch im Rennen verwendet werden. "Es sieht so aus, als ob wir sie morgen verwenden. Der Unterschied ist noch nicht eindeutig zu erkennen", gesteht "Dovi". "Es ist immer schwierig, wenn man solche Dinge probiert. Es ist schwierig, den echten Unterschied festzustellen."

"Es scheint, als ob sie beim Bremsen Vorteile hat. Doch wir änderten vom Vormittag zum Nachmittag auch die Reifen. Uns fehlte die Zeit für einen richtigen Vergleich. Die positiven Aspekte konnten wir nicht genau verifizieren. Wir wissen auch nicht, ob es negative Aspekte gibt", schildert Dovizioso. Teamkollege Jorge Lorenzo und Pramac-Pilot Danilo Petrucci äußerten sich durchweg positiv zur neuen Entwicklung aus Bologna.