Lotterer zeigt sich in Topform

Hat viel Spaß an den Fahrten im High-Downforce-Porsche 919: Andre Lotterer


Nach einem etwas schwierigen Auftakt im Lager von Porsche tritt Andre Lotterer nun wieder in gewohnter Stärke auf. Der gebürtige Duisburger, der nach seinem Wechsel von Audi zum Werksteam aus Weissach zunächst einige Probleme mit dem kniffligen Fahrverhalten des Porsche 919 hatte, setzte am vergangenen Wochenende auf dem Nürburgring ein klares Signal: Absolute Bestzeit aller LMP1-Piloten im Qualifying.

In 1:37.886 Minuten war Lotterer rund zwei Zehntel schneller als der beste Toyota-Fahrer (Jose Maria Lopez) und sogar fast vier Zehntel vor dem zweitbesten Porsche-Chauffeur. Der dreimalige Le-Mans-Champion, der in diesem Jahr unglücklich in Führung liegend mit einem Motorschaden an der Sarthe ausgefallen war, profitiert vor allem vom neuen Aerodynamikpaket für erhöhten Abtrieb, das Porsche bis Saisonende bei allen Rennen einsetzen wird.

"Porsche hat ein Toppaket für viel Abtrieb gebaut. Das Auto macht richtig Freude. Meine Runde im Quali hat viel Spaß gemacht. Im Rennen war es auch nett", sagt Lotterer im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Das Auto macht jetzt in der High-Downforce-Variante viel mehr das, was ich will. In der anderen Spezifikation war es etwas sehr sensibel zu fahren, zumindest verglichen mit dem Audi, den ich in- und auswendig kannte. Ich habe es aber hinbekommen. So richtig Mühe hatte ich eigentlich nur in Silverstone."

Lotterer fuhr am vergangenen Sonntag im 6-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring bis kurz vor Schluss in Führung, doch eine Teamorder machte ihm uns seinen Kollegen Neel Jani und Nick Tandy einen Strich durch die Rechnung. "War klar", so der Deutsche. "Aber jetzt wollen wir wenigstens noch ein paar Siege feiern." Die Chance auf freie Fahrt und somit die Lizenz zum Siegen wird erst dann erteilt, wenn die Konstellation im Kampf um den Fahrertitel klar ist.

Solange Bernhard/Hartley/Bamber die Toyota-Konkurrrenten Buemi/Nakajima/Davidson im Titelkampf fürchten müssen, wird der Porsche mit der Startnummer 2 in Fällen wie auf dem Nürburgring auf Sieg gesetzt. Erst wenn die Entscheidung gefallen ist, oder ein Platztausch im Rennen unmöglich erscheint, wird ein Rennsieg für Andre Lotterer und seine Kollegen möglich werden. "Hoffentlich wird es schnell Klarheit geben, damit wir ganz nach vorn fahren können", so Lotterer.

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