ANC kritisiert Stromabschaltungen im Vorfeld von Wahlen in Südafrika

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JOHANNESBURG (dpa-AFX) - Flächendeckende Stromabschaltungen im Vorfeld einer Kommunalwahl am kommenden Montag haben in Südafrika harsche Kritik der Regierungspartei Afrikanischen Nationalkongress (ANC) ausgelöst. Der staatliche Energieversorger Eskom hatte zur Verhinderung eines landesweiten Blackouts am Mittwoch überraschend angekündigt, ganze Regionen stundenweise vom Netz nehmen zu müssen. Er begründete das mit einer Überlastung des Netzes. ANC-Sprecher Pule Mabe hatte daraufhin unlautere politische Motive hinter den "load shedding" genannten gezielten Stromabschaltungen vermutet, die auch mit den am Kap gerade stattfindenden Abiturprüfungen zusammenfielen.

Betroffen war auch der Großraum um Johannesburg, der bereits regelmäßig von Stromausfällen geplagt wird. "Es gibt nun täglich 421 Stromausfälle und regelmäßige Wasserabschaltungen in Johannesburg", kritisierte am Donnerstag die online-Zeitung "Daily Maverick", die dadurch ebenfalls Konsequenzen für die anstehende Wahl vorhersagt. Trotz des weltweiten Ringens um eine CO2-Reduzierung zum Klimaschutz stützt sich Südafrika mit seinen reichen Kohlevorkommen bei der Energiegewinnung weiter zu rund 75 Prozent auf seine veralteten Kohlekraftwerke, die zunehmend störanfällig sind.

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