ANALYSE/Warburg: Ausblicke von sechs Unternehmen stehen in Frage

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Experten von Warburg Research setzen in ihrem Bewertungsportfolio ein Fragezeichen hinter die Ausblicke von sechs Unternehmen. Analyst Michael Heider zählte in einer am Donnerstag vorliegenden Strategiestudie den Baukonzern Bauer AG <DE0005168108>, den Ingenieurdienstleister Bertrandt <DE0005232805>, den Autozulieferer Continental <DE0005439004>, den Fernwartungssoftware-Hersteller Teamviewer <DE000A2YN900> sowie den Digitalisierungsspezialisten S&T <AT0000A0E9W5> und den Kunststoffverarbeiter Polytec <AT0000A00XX9> zum Kandidatenkreis der Unternehmen, die möglicherweise im zweiten Halbjahr ihre Jahresziele kürzen müssen.

Damit bleibt der Kreis mit potenziellen Gewinnwarnungen laut Heider aber vergleichsweise klein. Die Anzahl der Unternehmen, von denen positives zu erwarten oder denkbar sei, bleibe deutlich größer. Das Gegenteil, also übertroffene Erwartungen, stellte er für den Wind- und Solarparkprojektierer Energiekontor <DE0005313506>, den Flughafenbetreiber Fraport <DE0005773303>, den Diagnostik-Spezialisten Stratec <DE000STRA555> und den Baumaschinenhersteller Wacker Neuson <DE000WACK012> als wahrscheinlich in Aussicht. Bei 30 Unternehmen bezeichnete er eine positive Überraschung immerhin als möglich. Darunter befinden sich die beiden im deutschen Leitindex Dax <DE0008469008> gelisteten Konzerne Puma <DE0006969603> und Deutsche Post <DE0005552004>.

Aus diesen Zahlen folgerte er, dass vieles nicht mehr so rosig ist wie noch vor drei Monaten beim letzten Update seiner Strategiestudie. Damals habe er 62 Unternehmen zum Kandidatenkreis für positive Überraschungen gezählt und bei 36 sei dies dann auch so gekommen. "In die Höhe schnellende Rohstoffpreise, der Mangel an Produktionsmaterial und hohe Logistikpreise haben die Erholungsdynamik zunichte gemacht", betonte Heider. Ein prominentes Opfer dieser Situation sei der Autosektor mit dem dort spürbaren Halbleitermangel.

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