ANALYSE/State Street Bank: Zuversicht für Aktien gestiegen - vor allem in USA

BOSTON (dpa-AFX) - Die Stimmung unter Aktienanlegern hat sich im Juli laut einer Befragung merklich verbessert. Der vom Vermögensverwalter State Street ermittelte Global Investor Confidence Index (ICI) stieg um 8,0 Punkte auf 102,2 Punkte, wie die Experten am Mittwoch mitteilten. Damit kletterte das Barometer für die Anlegerstimmung erstmals seit Februar wieder über die neutrale 100-Punkte-Schwelle.

Die Anlegerstimmung hellte sich vor allem in Nordamerika auf, wie der entsprechende Teilindex mit einem Anstieg um 8,1 Punkte auf 104,5 Punkte zeigte. Jener für Asien zog um 4,4 Punkte an, während der europäische Confidence Index nur moderat zulegte.

"Wegen der anhaltenden Sorgen über die Auswirkungen des Ukraine-Konflikts bleiben die europäischen Anleger trotz des jüngsten weltweiten Rückgangs der Ölpreise vorsichtig", sagte Lee Ferridge, Leiter der Multi-Asset-Strategie bei State Street Global Markets. Das weltweite Anlegervertrauen habe sich wegen der Hoffnungen verbessert, dass die Zentralbanken ihre Leitzinsen nicht so stark anheben müssten wie bisher befürchtet, da die Konjunkturdaten Anzeichen einer Verlangsamung zeigten. Ob es aber zu der erhofften sanften Landung kommen werde, bleibe höchst ungewiss.

Der Investor Confidence Index misst den Angaben zufolge die Risikobereitschaft der Anleger, indem er das tatsächliche Kauf- und Verkaufverhalten institutioneller Investoren untersucht. Der Index weist Änderungen in der Risikobereitschaft der Anleger eine genaue Bedeutung zu: Je höher die prozentuale Verteilung auf die einzelnen Papiere, desto größer die Risikobereitschaft beziehungsweise das Vertrauen. Ein Wert von 100 ist neutral - dies ist der Wert, bei dem Investoren ihren langfristigen Anteil an risikoreichen Anlagen weder erhöhen noch verringern.

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