ANALYSE/State Street Bank: Anlegerstimmung auf niedrigem Niveau stabilisiert

BOSTON (dpa-AFX) -Die Stimmung unter Aktienanlegern hat sich im Januar laut einer Befragung weltweit auf niedrigem Niveau stabilisiert. Der vom Vermögensverwalter State Street ermittelte Global Investor Confidence Index (ICI) stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Punkte auf 76,5 Punkte, wie die Experten am Mittwoch mitteilten. Im Dezember war die Stimmung noch auf den tiefsten Stand seit Beginn der Corona-Pandemie gefallen. Der Vormonatswert wurde nun leicht auf 76,0 Punkte nach oben revidiert.

Damit bleibt das Barometer für die internationale Anlegerstimmung auch im neuen Jahr weiterhin deutlich unter der neutralen 100-Punkte-Marke. Vor allem in Asien hat sich die Stimmung aber laut der Mitteilung etwas gebessert, der entsprechende Teilindex stieg um 5,7 Punkte. Dies sei auf den zunehmenden Optimismus in der Region zurückzuführen, trotz der rasch steigenden Covid-Infektionsrate, sagte Rajeev Bhargava von State Street.

In Nordamerika stieg der Stimmungsindex dagegen nur leicht um 0,7 Punkte, "was wahrscheinlich auf die zunehmende Angst vor einer drohenden Rezession vor Ort zurückzuführen ist", so Bhargava. Derweil verschlechterte sich die Stimmung in Europa sogar minimal, der europäische Subindex steht mit 102,2 Punkten jedoch als einziger über der 100-Punkte-Marke.

Der Investor Confidence Index misst den Angaben zufolge die Risikobereitschaft der Anleger, indem er das tatsächliche Kauf- und Verkaufsverhalten institutioneller Investoren untersucht. Der Index weist Änderungen in der Risikobereitschaft der Anleger eine genaue Bedeutung zu: Je höher die prozentuale Verteilung auf die einzelnen Papiere ist, desto größer ist die Risikobereitschaft beziehungsweise das Vertrauen. Ein Wert von 100 ist neutral - dies ist der Wert, bei dem Investoren ihren langfristigen Anteil an risikoreichen Anlagen weder erhöhen noch verringern.