ANALYSE: SocGen zieht nach Berichtssaison japanische und Eurozonen-Aktien vor

dpa-AFX

PARIS (dpa-AFX) - Anleger können laut einer Studie zufrieden mit der abgelaufenen Quartalsberichtssaison der weltweit wichtigsten Unternehmen sein. "Ein weiteres solides Jahresviertel," schrieben die Aktienmarktstrategen Kevin Redureau, Frank Benzimra und ihre Kollegen von der französischen Großbank Societe Generale (SocGen) in einer am Montag veröffentlichten Studie. Allerdings sollten die teils hohen Bewertungen von Aktien sowie die Entwicklung der Wechselkurse nicht vergessen werden. So hatten sich unlängst bereits einige Unternehmen hierzulande vorsichtig mit Blick auf den wiedererstarkten Euro gezeigt.

In Europa sowie in den USA hätten sich die Umsätze der Unternehmen im zweiten Quartal insgesamt besser entwickelt als gedacht und japanische Konzerne hätten ein herausragendes Jahresviertel hinter sich, erklärten die SocGen-Experten. Die nach einem starken Jahresstart bereits gestiegenen durchschnittlichen Analystenschätzungen für die Jahresgewinne blieben nun weitgehend stabil.

ANLAGEN IN EUROZONE UND ASIEN BEVORZUGT

Den US-Aktienmarkt halten die Strategen allerdings für hoch bewertet. Der breit gefasste S&P-500-Index bewege sich auf Basis der erwarteten Gewinnentwicklungen auf historischen Höchstständen. Liege die durchschnittliche Gewinnentwicklung der vergangenen Jahre zu Grunde, ergäben sich sogar Parallelen zu der Zeit vor dem Platzen der Dotcom-Blase oder dem Schwarzen Dienstag von 1929.

Die Experten ziehen daher Aktien aus der Eurozone und Japan vor. Beide Märkte seien zwar bereits gut gelaufen, anders als der S&P 500 seien aber der EuroStoxx und der japanische Topix-Index auf Basis der erwarteten Unternehmensergebnisse nicht höher bewertet als zu Jahresbeginn. Beide Märkte profitierten zudem von konjunkturellem Rückenwind. Allerdings könnte ein weiterhin starker Euro den Exportunternehmen der Eurozone in den kommenden Quartalen zu schaffen machen. So können sich unter anderem deren Waren in anderen Regionen verteuern.