Analyse: Was ist schlimmer – Islamismus, Linksextremismus oder Rechtsextremismus?

Aus welcher Richtung die meiste Gefahr droht, zeigen die Zahlen.

Nach der Gewalt beim G20-Gipfel in Hamburg ist die Frage virulenter denn je: Was ist schlimmer – der Linksextremismus, der Rechtsextremismus oder der Islamismus? Die Antworten fallen subjektiv unterschiedlich aus. Allerdings gibt es objektive Daten. 

Linksextremismus ist in Deutschland ein Thema, seit die Rote Armee Fraktion entstand. Sie zog bis in die 90er Jahre eine Blutspur durch die Republik. Mehrere Verdächtige der dritten Generation sind noch immer flüchtig. Die linksautonome Szene wandelt auf den geistigen Spuren der RAF. Dabei beschränkt sie sich im Wesentlichen auf Angriffe gegen Sachen (Autos, Bahnanlagen, Immobilien), attackiert aber am Rande von Demonstrationen wie in Hamburg auch gezielt Polizisten.

Der Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2016 zählt 28500 Linksextremisten; ihre Zahl ist zuletzt um 1100 gestiegen. Stärker gestiegen ist laut Bericht die Zahl der gewaltbereiten Linksextremisten, nämlich auf jetzt 8500. Sie verübten im vorigen Jahr 1201 Gewalttaten, Tendenz fallend. Darunter waren sechs versuchte Tötungen. Statistiker zählen 65 Todesopfer von Linksextremisten seit 1968.

Rechtsextremismus ist in Ost- und Westdeutschland seit Gründung der beiden deutschen Staaten ein Thema. Eine Zäsur war das rechtsterroristische Oktoberfestattentat 1980 mit 13 Toten und 211 Verletzten. Nach der Wiedervereinigung nahm die Militanz zu, mit pogromartigen Angriffen auf Migranten in Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen (Ost) sowie Mordanschlägen in Solingen und...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung