ANALYSE/Merrill Lynch: LED-Boom liefert Autozulieferer Hella Rückenwind

dpa-AFX

LONDON (dpa-AFX) - Der Autozulieferer Hella dürfte laut einer Studie stark vom Trend zu LED-Lichttechnik und Elektroautos profitieren. Als einer der führenden Zulieferer mit dem Fokus auf Beleuchtung und Elektronik überzeuge Hella mit einer starken Lichttechnik und einem breiten Angebot, schrieb Analystin Viktoria Oushatova von der US-Investmentbank Merrill Lynch in einer Studie vom Montag. Die Abhängigkeit von traditionellen Verbrennungsmotoren sei gering, die Investitionen des Konzerns sollten sich beim Wachstum auszahlen. Die Expertin nahm die Bewertung der Aktien mit "Kaufen" und einem Kursziel von 52 Euro auf. Im Vergleich zum aktuellen Niveau von knapp 47 Euro sieht sie fast 11 Prozent Luft nach oben.

Der weltweite Auto-LED-Markt dürfte zwischen 2016 und 2023 jährlich im Durchschnitt um 13,5 Prozent wachsen, da der Anteil von LEDs in Pkw rasant zunehme, erklärte die Analystin. Davon sollte Hella profitieren. So erziele das im Index der mittelgroßen Werte MDax notierte Unternehmen bereits rund 13 Prozent des Konzernumsatzes im LED-Bereich und habe einen Marktanteil von 35 Prozent bei LED-Scheinwerfern.

Ein großer Pluspunkt der Aktien sei zudem das robuste Produktangebot durch den Wandel der Autobranche vom Verbrennungsmotor zum Elektroantrieb. Hellas Umsatz hänge zur Zeit nur 5 Prozent an Verbrennungsmotoren. Das sei deutlich weniger als bei anderen Zulieferern wie Continental oder Valeo . Für zusätzliches Geschäftspotenzial könnte zudem der steigende Anteil von Elektronik in Autos etwa bei Fahrerassistenzsystemen und Sensoren sorgen.

Hinzu komme der Innovationsfokus von Hella, der im Autosektor wichtig für eine überdurchschnittliche Kursentwicklung sei. So habe Hella 8 Prozent des Umsatzes in Investitionen und 10 Prozent in die Forschung und Entwicklung gesteckt. Auch das dürfte die Aktien angetrieben haben.

Gemäß der Einstufung "Buy" geht Merrill Lynch davon aus, dass die Aktie innerhalb von 12 Monaten eine Gesamtrendite aus Kursgewinn und Dividende von mindestens 10 Prozent abwerfen wird./mis/nas/stb

Analysierendes Institut Merrill Lynch & Co