ANALYSE: JPMorgan sieht General Electric (GE) vor trüben Zeiten - 'Underweight'

dpa-AFX

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Bank JPMorgan prognostiziert dem Mischkonzern General Electric (GE) düstere Zeiten. Die Geschäftsentwicklung von GE dürfte sich im Herbst mit großen Schritten weiter eintrüben, schrieb Analyst Stephen Tusa in einer Studie vom Donnerstag. Er bekräftigte daher sein "Underweight"-Urteil für die Papiere mit einem Kursziel von 22 US-Dollar.

Während er für die Aktie bislang einen Kurs von 24 Dollar als Boden gesehen habe, halte er diesen Wert inzwischen für den Deckel und sehe den fairen Aktienwert "irgendwo im höheren 10-Dollar-Bereich", schrieb der Experte.

"Künftiges Wachstum ist unsicher, lässt sich nur schwer vorhersagen und ist realistischerweise unterdurchschnittlich", schrieb der Experte. Mit einer Rückkehr zu Wachstum sei gegenwärtig nicht zu rechnen. Seine bereits deutlich unter den Konsenserwartungen liegenden Schätzungen könnten daher weiter sinken, gab er sich pessimistisch. Er sieht bei dem amerikanischen Konkurrenten von Siemens eine strukturelle Schwäche im Stromgeschäft. Auch dürfte der frische Schwung im Geschäft mit Öl, Gas und Transport geringer ausfallen.

Vom neuen Vorstandschef John Flannery erwartet er in Kürze einen Lagebericht, unter anderem zur Restrukturierung, zu Kostensenkungen oder auch Aussagen zur Kapitalzuordnung. Die Dividende dürfte derzeit zwar noch sicher sein, aber nur mittels Verkäufen von Vermögenswerten. Aktienrückkäufe dürften zudem im Zuge sinkender Dividenden verringert werden. Das nächste wichtige Ereignis sei der Mitte Oktober erwartete Bericht zum dritten Quartal, gefolgt von einem Lagebericht des neuen Vorstandschefs Mitte November.

Gemäß der Einstufung "Underweight" geht JPMorgan davon aus, dass sich die Aktie in den kommenden sechs bis zwölf Monaten schlechter als der jeweilige Sektor entwickeln wird./ck/bek/jha/

Analysierendes Institut JPMorgan.