ANALYSE: HSBC sieht in Kursrutsch bei Deutsche Euroshop eine Kaufgelegenheit

dpa-AFX

LONDON (dpa-AFX) - Die zuletzt massiven Kursverluste der Deutsche-Euroshop-Aktien sind nach Einschätzung der britischen Bank HSBC übertrieben. Analyst Thomas Martin stufte die Papiere des Einkaufszentren-Betreibers am Dienstag von "Hold" auf "Buy" hoch. Trotz robuster Geschäfte würden die Papiere deutlich unter ihrem Substanzwert gehandelt, schrieb der Experte in einer Studie.

Martin nahm einige kleinere Veränderungen an seinem Bewertungsmodell vor und reduzierte das Kursziel von 42,50 auf 40,00 Euro, sieht damit mittelfristig aber immer noch fast 25 Prozent Luft nach oben. Die Papiere stiegen am Dienstag um 2,15 Prozent auf 32,08 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten beläuft sich das Minus immer noch auf mehr als 16 Prozent, während der Index der mittelgroßen Werte MDax im gleichen Zeitraum um mehr als 30 Prozent zulegte.

Wegen der wachsenden Bedeutung des Online-Handels schienen viele Investoren das Vertrauen in den traditionellen, stationären europäischen Einzelhandel verloren zu haben, erklärte Martin. Das jüngste Wachstum der deutschen Einzelhandelsumsätze sei aber ein gutes Zeichen für den Betreiber von Einkaufszentren. Dessen große, qualitativ guten Zentren gäben auch gegen den Online-Wettbewerb einen guten Rückhalt.

HSBC stuft solche Aktien mit "Buy" ein, deren Kursziel mehr als 20 Prozent über dem aktuellen Kurs liegt. Liegt das Ziel zwischen 5 und 20 Prozent über dem aktuellen Kurs, kann die Einstufung auch "Hold" lauten./mis/edh/jha/

Analysierendes Institut HSBC Trinkaus & Burkhardt