ANALYSE/Deutsche Bank kann mit Konkurrenz nicht Schritt halten - Mainfirst

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Auch in einem sich aufhellenden Marktumfeld dürfte die Deutsche Bank mit den Wettbewerbern nicht Schritt halten. Diese Prognose begründeten die Analysten des Investmenthauses Mainfirst am Mittwoch mit dem angekratzten Image des Geldhauses einerseits und der dringenden Notwendigkeit eines Umbaus andererseits, inklusive der Trennung von Geschäftsbereichen.

Mit den Verkäufen von Teilbereichen komme die Bank jedoch nicht wie geplant voran, weshalb sie die langfristigen Kostenziele voraussichtlich nicht erreicht dürfte. Höhere Prognosen für die Kosten der Bank resultierten in einem von 15 auf 12 Euro gesenkten Kursziel, so die Experten, was wiederum eine Abstufung der Papiere von "Neutral" auf "Underperform" nach sich ziehe.

Mit ihren Kostenschätzungen für 2018 und 2019 liegt Mainfirst um 4 beziehungsweise 3 Prozent über den Konsensprognosen. Gleichzeitig liege die Prognose für die Einnahmen des Instituts um 1 Prozent unter den Konsensannahmen. Die Erwartung für den bereinigten Gewinn je Aktie liege folglich für 2018 um 19 Prozent unter dem Konsens und für 2019 um 6 Prozent.

Wegen einer stärkeren Gewichtung des Investment Banking seien die Aktien der Deutschen Bank mit einem Abschlag von 20 bis 30 Prozent zu denen der Wettbewerbern angemessen bewertet, so die Analysten. Für diese Annahme sprächen auch die Unsicherheit hinsichtlich der Einnahmen sowie die Risiken bei der Restrukturierung.