Amputierter Schwimmer Curin in Abenteuer gestartet

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Amputierter Schwimmer Curin in Abenteuer gestartet
Amputierter Schwimmer Curin in Abenteuer gestartet

Der vierfach amputierte Schwimmer Theo Curin ist in sein 122 Kilometer langes Abenteuer quer durch den Titicacasee in Bolivien gestartet. "Es ist sehr emotional", sagte der 21 Jahre alte Franzose vor dem Start: "Es sind viele Leute am Strand, was ich nicht erwartet hätte." Curin möchte mit dieser Aktion vor allem auf die Umweltverschmutzung im Titicacasee aufmerksam machen und zeigen, was der Mensch trotz eines gewaltigen Handicaps zu leisten im Stande ist.

Neben der Länge werden vor allem die Höhe mit etwas 3800 Metern über dem Meeresspiegel und das Wetter zusätzliche Herausforderungen darstellen. "Das macht mir Angst, das kann ich nicht leugnen, aber wir sind bereit. Wir haben das ganze Jahr über dafür trainiert, also sind wir bereit, uns dem Wetter zu stellen, egal was passiert", sagte Curin, dem im Alter von sechs Jahren nach einer Hirnhautentzündung ein Teil beider Arme und beider Beine amputiert werden musste.

Unterstützt wird Curin bei dem zehntägigen Abenteuer von Malia Metella (39) und Matthieu Witvoet (27). Das Trio teilt die 122 Kilometer unter sich auf. Wer nicht schwimmt, kann sich im Beiboot ausruhen und aufwärmen, etwas essen. Vor dem Start bekamen die drei Franzosen noch den Segen eines örtlichen Amauta - einer weisen Person der indigenen Aymara-Gemeinschaft -, der sie auf ihrem Weg beschützen soll.

Der Titicacasee, ein Heiligtum der indigenen Völker Aymara und Quechua, ist stark verschmutzt, gleicht fast schon einer Müllkippe. Die Fische sterben, giftige Schwermetalle werden dort illegal hineingeleitet.

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