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Ampel fordert „Neuausrichtung der Sportpolitik“

Ampel fordert „Neuausrichtung der Sportpolitik“
Ampel fordert „Neuausrichtung der Sportpolitik“

Die Ampel-Koalition treibt ihr Vorhaben zur Stärkung der Integrität im Sport weiter voran.

Die Sport-Arbeitsgruppen der Bundestags-Fraktionen der SPD, Grünen und FDP veröffentlichten am Freitag das zweiseitige Dokument mit dem Titel „Sport als sichere Heimat“. Darin formulierten die Parteien den Willen zur „Neuausrichtung der Sportpolitik“. Dies soll unter anderem „durch die Verabschiedung eines Sportfördergesetzes und der Schaffung einer unabhängigen Sportagentur“ gelingen.

So sollen „auf Basis eines ganzheitlichen Integritätsansatzes“ im neuen Sportfördergesetz „Mindeststandards zur Bekämpfung jeglicher Art von Machtmissbrauch“ definiert und ihre Umsetzung gewährleistet werden.

Ampel-Parteien nehmen sich Australien und die Schweiz zum Vorbild

“Voraussetzung für eine öffentliche Förderung eines Sportverbandes soll künftig eine Vereinbarung über die konkrete Umsetzung dieser Standards sein. Darüber hinaus ist ein Kontroll- und Evaluationsmechanismus zu etablieren, der die Einhaltung der Vorgaben überprüft und Verstöße klar sanktioniert“, hieß es in dem Papier.

Als Vorbild nannten die Ampel-Parteien Australien und die Schweiz, die sich bereits für die Schaffung einer Integritätsagentur entschieden haben. In Deutschland könnte das geplante Zentrum für Safe Sport, so die Ampel, "auf lange Sicht die Grundlage dafür bieten."

Die Athletenvertretung Athleten Deutschland begrüßte das Papier und sah einige Anknüpfungspunkte. "Wir schlagen ein harmonisiertes Integritätssystem vor, in dem Integritäts- und Menschenrechtsrisiken strategisch zusammengeführt und ganzheitlich bearbeitet werden", so die Athleten in ihrer Stellungnahme. Im Kern jenes Systems könne "eine unabhängige Integritätsagentur als perspektivische Erweiterung eines Zentrums für Safe Sport stehen."

Maximilian Klein, Direktor für Sportpolitik bei Athleten Deutschland, schlug indessen „eine umfassende Analyse der derzeitigen Integritätsarchitektur“ vor, um „entsprechend Lücken und Handlungsbedarfe zur Erfüllung eines Zielbilds zu identifizieren“.