Amoklauf an texanischer Highschool: Keine Warnsignale?

Bei einem Amoklauf an einer Schule in der texanischen Stadt Santa Fe sind neun Schüler und ein Lehrer getötet worden.

Zehn weitere Menschen wurden verletzt, darunter zwei Polizisten.

Ein 17-jähriger Schüler der Santa Fe High School hatte das Feuer am Freitagmorgen im Kunstunterricht eröffnet.

"Es ist unmöglich, das Ausmaß des Bösen zu beschreiben, das in jemandem steckt, der unschuldige Kinder in einer Schule angreift, einem Ort der Bildung, wohin Eltern ihre Kinder ohne Sorge um deren Sicherheit schicken können sollten", sagte der Gouverneur von Texas, Greg Abbott. Ihn beschäftigt, dass der Schütze vorher unauffällig war und man mit einer solchen Tat nicht gerechnet hat: "Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine frustrierende Sache in diesem Fall, dass es nicht wie bei Parkland, nicht wie bei Sutherland Springs Warnsignale gab. Wir haben normalerweise Vorwarnungen, die als red-flag klassifiziert werden, und hier waren diese red-flag-Warnsignale entweder nicht-existent oder nicht wahrnehmbar."

Laut Abbott wurden in und rund um die Schule auch Sprengkörper, darunter ein Molotow-Cocktail, gefunden.

Der Schütze, Dimitrios Pagourtzis, wurde verhaftet und des Mordes angeklagt. Auf seinem Instagram-Profil zeigt er Photos von Waffen, zudem ein T-Shirt mit der Aufschrift "Born to kill" - "geboren, um zu töten".

US-Präsident Donald Trump drückte seine Bestürzung aus: "Das passiert schon viel zu lange in unserem Land. Zu viele Jahre. Zu viele Jahrzehnte inzwischen. Wir trauern um den schrecklichen Verlust von Leben und schicken unseren Beistand und unsere Liebe all denjenigen, die von dieser absolut entsetzlichen Attacke betroffen sind."

Nach einer Schießerei in einer Kirche im November, ist dies der zweite Amoklauf in Texas in weniger als einem Jahr.