AMGTA veröffentlicht erste wissenschaftliche Forschungsarbeit über Nachhaltigkeit in der Additiven Fertigung

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Systematische Überprüfung unterstreicht Bedeutung der Endverwendung von Komponenten, Bedarf an mehr Forschung

Die „Additive Manufacturer Green Trade Association" (AMGTA), eine globale Handelsgruppe, die zur Förderung und Unterstützung der Umweltvorteile der additiven Fertigung (Additive Manufacturing, AM) gegründet wurde, gab heute die Veröffentlichung ihres ersten in Auftrag gegebenen universitären Forschungsprojekts bekannt, einer literaturbasierten systematischen Übersicht über die Umweltvorteile von metallischer additiven Fertigung. Die wissenschaftliche Arbeit mit dem Titel "State of Knowledge on the Environmental Impacts of Metal Additive Manufacturing" wurde von Dr. Jeremy Faludi von der Technischen Universität Delft und Corrie Van Sice vom Dartmouth College verfasst.

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Seinen Autoren zufolge „fasst der Bericht die vorhandene akademische Literatur zusammen, die die Umweltauswirkungen von metallischem AM mit konventionellen Herstellungsmethoden vergleicht, und liefert einen Kontext mit den Auswirkungen gängiger Metalle und Verarbeitungsmethoden, die in einer Werkstoffdatenbank zu finden sind." Sein Ziel ist es, „den aktuellen Wissensstand zusammenzufassen und Bereiche zu identifizieren, in denen Informationen spärlich, unklar und dringend erforderlich sind." Die vollständige wissenschaftliche Arbeit ist für AMGTA-Mitgliedsunternehmen, andere Interessenvertreter der Branche und die allgemeine Öffentlichkeit auf der AMGTA-Website unter https://www.amgta.org/resources/ verfügbar.

Zu den wichtigsten Erkenntnissen aus dem Bericht gehört, dass zwar „AM im Allgemeinen einen viel höheren Kohlenstoff-Fußabdruck pro kg verarbeitetes Material hat als CM [conventional manufacturing, konventionelle Herstellung], wenn man den direkten Herstellungsprozess selbst betrachtet", dass aber „die Auswirkungen stark von der Teilegeometrie abhängen – ein massiver Würfel ist durch maschinelle Bearbeitung viel weniger belastend zu produzieren, während eine hohle Schale oder ein Gitter durch AM weniger belastend sein kann." Der Bericht erkennt weiterhin die Notwendigkeit zusätzlicher Studien zur Lebenszyklusbewertung (Life Cycle Assessment, LCA) an, um die Umweltauswirkungen zu quantifizieren: „Mehr LCA-Studien sind notwendig, um metallisches AM mit CM definitiv zu vergleichen; insbesondere direkte Vergleiche von AM mit Zerspanung und vor allem für Technologien wie Binder Jetting und DED. Diese Ökobilanzen sollten idealerweise auch den Produktlebenszyklus stärker einbeziehen."

„Wir haben uns gefreut, bei dieser Studie mit Dr. Faludi und Frau Van Sice zusammenzuarbeiten", sagte Sherry Handel, Executive Director der AMGTA. „Niemand sollte erwarten, dass metallisches AM angesichts der fokussierten Energie, die dem Laserschmelzen innewohnt, eine nachhaltigere Art der Herstellung von grundlegenden Metallteilen ist, aber AM sollte einen nachhaltigeren Kurs für die Herstellung fertiger Präzisionskomponenten darstellen." Frau Handel fuhr fort: „Diese Ergebnisse bestätigen die Pläne der AMGTA, der Branche rigorose, unabhängige und kontinuierliche Forschung zu bieten. Die AMGTA wird weiterhin Studien in Auftrag geben und Forschungsergebnisse veröffentlichen, um die Industrie und andere wichtige Interessengruppen darüber auf den neuesten Stand zu bringen, wie unser Öko-Fußabdruck heute aussieht und worauf wir uns in Zukunft konzentrieren müssen, um nachhaltiger zu sein."

Über die Forscher

Jeremy Faludi, Ph.D., ein führender Forscher auf dem Gebiet der nachhaltigen Technik, wurde von der AMGTA ausgewählt, um dieses Projekt zu betreuen. Dr. Faludi ist Assistenzprofessor für Konstruktionstechnik an der Technischen Universität Delft, wo er sich auf nachhaltige Konstruktionsmethoden und grünes 3D-Drucken spezialisiert hat, sowie Adjunct Faculty of Engineering an der Thayer School of Engineering am Dartmouth College. Dr. Faludi erwarb einen Doktortitel in Maschinenbau an der University of California Berkeley, einen Master of Engineering in Produktdesign an der Stanford University und einen B.A. in Physik am Reed College.

Corrie Van Sice war leitende Forschungsingenieurin am Faludi-Labor an der Thayer School of Engineering am Dartmouth College. Frau Van Sice leitete das Green 3D Printing Lab und bewertete AM-Techniken, um die besten Praktiken für Nachhaltigkeit in der Branche zu definieren. Bevor sie zum Faludi-Labor kam, war sie leitende F&E-Ingenieurin für Materialien und Prozesse bei MakerBot Industries in Brooklyn, NY, wo sie die Herstellung von Druckmaterialien entwickelte und skalierte. Frau Van Sice erwarb 2011 einen Master of Professional Studies am Interactive Telecommunications Program der New York University.

Über die AMGTA

Die AMGTA wurde im November 2019 ins Leben gerufen, um die ökologischen Vorteile der additiven Fertigung (Additive Manufacturing, AM) gegenüber herkömmlichen Fertigungsmethoden zu propagieren. Die AMGTA ist eine nichtgewerbliche, unabhängige Organisation, die jedem Hersteller in der additiven Fertigung oder Branchenbeteiligten offensteht, der bestimmte Kriterien im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeit von Produktion oder Prozessen erfüllt.

Zu den Gründungsmitgliedern der AMGTA gehören Sintavia, LLC, ein führender Additive-Manufacturing-Dienstleister mit Schwerpunkt auf der Luftfahrt-, Verteidigungs- und Raumfahrtindustrie; die Taiyo Nippon Sanso Corporation (eine der Betreibergesellschaften unter der Nippon Sanso Holdings Corporation), ein Überbringer von stabilen Industriegasen für eine Vielzahl von Industriezweigen weltweit; und QC Laboratories, Inc., ein industrielles und kommerzielles Labor für zerstörungsfreie Prüfung mit Schwerpunkt auf AM-Komponenten.

Zu den teilnehmenden Mitgliedern der AMGTA gehören AMEXCI AB, Danish AM Hub, EOS, GE Additive, Materialise, National Manufacturing Institute Scotland, Siemens Digital Industries Software, SLM Solutions Inc., and Stryker.

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Contacts

Sherry Handel
+1 954 308 0888
www.amgta.org