American Football: Berlin Adler: Der traurige Sturzflug einer Institution

Daniel Potechius (l.) aus der Defense Line der Adler kämpft mit seinem Klub am Sonntag für das Unmögliche.

Berlin.  Vor dem Hinspiel war Johnny Schmuck noch optimistisch gewesen: "Wir bleiben in der Liga", hatte der sportliche Leiter der Berlin Adler im Vorfeld der Bundesliga-Relegation voller Zuversicht bekundet. Fragen nach möglichen Folgen eines Abstiegs mochte er bis vor kurzem kaum beantworten. "Mit diesen Dingen will ich mich noch gar nicht beschäftigten", sagte er. Doch inzwischen ist der Absturz der Adler kaum noch zu verhindern. Nach der 12:55-Heimpleite gegen die Potsdam Royals vor zwei Wochen brauchen die Berliner im Rückspiel am Samstag (15.30 Uhr) in Potsdam schon ein Football-Wunder, um den Klassenerhalt noch zu schaffen.

"Ich hätte nie gedacht, dass wir einmal in eine solche Situation kommen", sagt Johnny Schmuck und seine Stimme klingt nachdenklich. Die Adler sind eine Berliner Sportinstitution, 1979 gehörten sie zu den Gründungsmitgliedern der Football-Bundesliga. Björn Werner lernte hier, bevor er zum NFL-Profi aufstieg. Sechs Mal war der Klub deutscher Meister, zuletzt 2009; dreimal gewannen die Adler europäische Wettbewerbe. Noch 2014 waren die Reinickendorfer als Eurobowl-Sieger bestes Team des Kontinents.

Finanzielle Probleme stürzen die Adler in sportliche Krise

Sportlich lief es bis dahin gut, doch hinter den Kulissen war schlecht gewirtschaftet worden. Die Erfolge hatten dem Verein auch keine zusätzlichen Sponsoren eingebracht. Anfang 2015 steckten die Adler in großen finanziellen Schwierigkeiten – erst eine erfolgreiche Crowdfunding-Aktion, die dem Klub rund 40.000 E...

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