Amazons frische Echos: Lohnen sich die neuen Lautsprecher?

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Versandriese Amazon hat neue Geräte aus seiner Echo-Familie vorgestellt. Doch lohnt sich das Upgrade überhaupt?

Schöne neue Technik oder freiwillige Dauerüberwachung? Auch die neuen Geräte der Echo-Lautsprecherfamilie werden Gegner der immer zuhörenden Sprachassistentin Alexa nicht überzeugen - alle anderen dürfen sich aber auf gleich drei Stücke hochentwickelter Technik freuen, die einem vermeintlich das Leben erleichtern können. Lohnt sich die Anschaffung für Neukunden? Und wie sieht die Sache aus, wenn man beispielsweise schon den alten Echo-Lautsprecher besitzt?

Was bietet die neue Echo-Generation?

Die Produkte der Echo-Familie sind Lautsprecher, die rein mit der Stimme gesteuert werden können. Das macht die hauseigene Sprachassistentin Alexa möglich, die stets zuhört, ob ein Nutzer etwas von ihr will. Kommandos wie "Alexa, schalte das Licht aus" kommt die Assistentin binnen Sekunden nach. Wer bereits einen Echo-Lautsprecher besitzt, der sollte sich reiflich überlegen, ob die zweite Generation des Echo genügend Neuerungen aufweist, um einen erneuten Kauf zu rechtfertigen.

Echo wird etwas kompakter und bietet sechs neue Looks, die sich mit unterschiedlichen Stilen wie Eiche, Nuss oder Sandstein der Einrichtung anpassen. Ein 63 mm-Woofer und 16 mm-Hochtonlautsprecher mit Dolby-Technologie sollen für besseren Klang sorgen und die sieben eingebauten Mikrofone mit Richtstrahltechnologie erkennen die Stimme des Nutzers angeblich noch besser. Bestehende Kunden, denen diese Features zum Neukauf reichen, müssen für das Upgrade nicht so viel hinblättern, wie zuvor. Kam das erste Echo noch für knapp 180 Euro auf den Markt, kann die zweite Generation für 99,99 Euro oder 109,99 Euro vorbestellt werden - je nach gewähltem Design. Für interessierte Neukunden sollte sich die Anschaffung auf alle Fälle lohnen. Denn Praktisch ist das Herumkommandieren so einer persönlichen Assistentin zweifelsohne.

Was bringt die Plus-Variante?

Das neue Echo Plus ist mit 149,99 Euro deutlich teurer, aber immer noch billiger als Echo bei seiner ursprünglichen Markteinführung - an welches das Design in Schwarz, Weiß oder Silber erinnert. Plus kann all das, was sein kleiner Bruder Echo auch kann: Musik auf Zuruf abspielen, bald auch Sprachanrufe zwischen Echo-Geräten und der Alexa-App tätigen und mehr... Hier ist allerdings zusätzlich ein von Amazon betitelter "Smart Home Hub" eingebaut.

Das ist für Nutzer praktisch, die planen mehrere Bereiche ihres Hauses zu automatisieren. Es wird nämlich extrem einfach Geräte anderer Hersteller (unter anderem Philips und Osram), die den verbreiteten ZigBee-Standard nutzen, über Echo Plus einzubinden. Mit dem Kommando "Alexa, finde meine Geräte" wird Amazons Assistentin aktiv und richtet nach kurzer Suche alle gefundenen Komponenten automatisch ein. So müssen keine umständlichen Bedienungsanleitungen gelesen oder zusätzliche Apps zur Konfiguration verwendet werden. Wer den "Smart Home Hub" allerdings nicht nutzen möchte, für den reicht auch die Anschaffung des billigeren Echo.

Und jetzt mit Video

Auch das neue Echo Show kommt nach Deutschland - in einer schwarzen und einer weißen Variante, die derzeit für je 219,99 Euro vorbestellt werden können. Grundsätzlich bietet der Echo-Show-Lautsprecher dieselben Funktionen wie ein Echo. Die Sprach- und Musikwiedergabe erfolgt allerdings über duale 55 mm-Stereolautsprecher und das rund 1.170 Gramm schwere Kästchen bietet neben einer Kamera auch einen 7-Zoll-Touchscreen. Dieser kann Bahnverbindungen, Rezepte, Fotos, Songtexte und vieles mehr darstellen. Außerdem können Nutzer Inhalte von Amazon Video streamen und mit anderen Show-Nutzern oder Usern der Alexa-App auch Videotelefonate führen. Der deutliche Aufpreis zu den kleineren Brüdern lohnt sich also nur, wenn man den eingebauten Screen auch häufig verwenden möchte.

Foto(s): Amazon