Amazon, Microsoft und Google: Nur die Großen haben eine Chance in der Cloud

Benedikt Kaufmann
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Neue Daten von Synergy Research zeigen: Die Ausgaben der Firmen für Cloud-Infrastruktur steigen weiter an und es lohnt sich auf die Marktführer zu setzen.

Im vierten Quartal 2017 stiegen die Ausgaben für die sogenannten Infrastruktur-Dienste um 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit wächst der Markt im letzten Quartal stärker als im Rest des vergangenen Jahres. Insgesamt soll der Markt ein Volumen von über 13 Milliarden Dollar besitzen.

„Die steigende Nachfrage gibt den führenden Cloud-Anbietern allen Grund zufrieden zu sein.“, sagt Synergys Chef-Analyst John Dinsdale. „Kleinere Firmen können zwar profitieren indem sie sich auf spezielle Anwendungen, Industrien oder Regionen ausrichten – im Großen und Ganzen wird der Markt jedoch von Konzernen bestimmt, die große Ambitionen, dicke Brieftaschen und ein klares Ziel haben.“, so Dinsdale.

Tatsächlich gelingt es hauptsächlich den großen Playern wie Amazon, Microsoft, Google und Alibaba Marktanteile hinzuzugewinnen. Die kleineren Cloud-Anbieter müssen sich mit schrumpfenden Markanteilen begnügen.

Langjähriger Wachstumstrend

Erst vor wenigen Jahren rückten Cloud-Lösungen in den Mainstream auf – heute dominieren sie viele Bereiche des IT-Marktes. DER AKTIONÄR sieht diesen langfristigen Wachstumstrend noch an seinen Anfängen und setzt in der Cloud auf Amazon, Microsoft, Salesforce, Cisco und SAP. Alle diese Unternehmen haben sich früh in der Cloud platziert und können hier massiv steigende Umsätze verzeichnen. So verzeichnete AWS, das Cloud-Business von Amazon und unangefochtener Marktführer im IaaS-Bereich, im vergangenen Quartal ein Umsatzwachstum von 45 Prozent – Microsofts Azure konnte sogar 98 Prozent zulegen.