Amazon Flex in Berlin gestartet

Thaddeus Herrmann
Amazon Flex in Berlin gestartet


Um dem immer größeren werdenden Lieferaufkommen erfolgreich zu begegnen, setzt Amazon in Berlin ab sofort auch auf Privatleute: Das Programm "Amazon Flex" ist gestartet.

Amazon setzt für die Zustellung von Paketen bereits auf zahlreiche Logistikunternehmen, liefert aber immer mehr Pakete selbst aus. Doch auch mit diesen zusätzlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kann die Flut der Pakete offenbar nicht verlässlich abgearbeitet werden. Privatleute in Teilzeit sollen das Problem nun lösen. In vierstündigen Zeitfenstern sollen die sowohl Prime-Now- aber auch reguläre -Bestellungen mit ihren eigenen Autos ausliefern. Abgewickelt wird alles über eine spezielle App, in der man sich sowohl für die Schichten anmelden, die Pakete im Auslieferungslager scannen und sich den Empfang quittieren lassen kann. Sind die Pakete in der App registriert, werden die Fahrerinnen und Fahrer über eine integrierte Navigation zu den Zielen gelotst. In vier Stunden verspricht Amazon einen Verdienst von "bis zu 64 Euro".

Mit Amazon Flex setzt der Online-Händler auf Springer. Es ist kein Vollzeit-Job, Zeitfenster – also Arbeit – kann und will man nicht garantieren. Je mehr geliefert wird – geliefert werden muss – desto größer die Chance, eine Schicht abzubekommen. Ob des kommenden Weihnachtsgeschäfts wird bei Amazon bis Ende Dezember sowieso alles auf Kante laufen.

Die ersten Fahrer will Amazon in den kommenden Wochen losschicken. Voraussetzung ist ein Auto, eine Steuernummer und ein Smartphone für die App.

Tagesspiegel