Amazon entfernt Produkte, die Hass schüren

Ena Clarke
Freie Autorin
Kaum zu glauben, dass sich erst ein Abgeordneter beschweren musste, damit Amazon handelt. (Bild: ddp)

Nach dem Brief eines US-Abgeordneten an Jeff Bezos hat Amazon reagiert und Artikel von seiner Plattform verbannt, die einen Bezug zum Nationalsozialismus haben. Zudem hat der Konzern einige Verkäuferkonten mit entsprechenden Angeboten gesperrt.

Der US-Abgeordnete Keith Ellison hat tatsächlich etwas erreicht mit seinem Beschwerdebrief aus dem vergangenen Monat. Darin hatte der Demokrat Jeff Bezos direkt angesprochen und ihn gefragt, wie viel Geld sein Unternehmen in den vergangenen drei Jahren mit Produkten wie Büchern und Musik verdient habe, die Hass schürten.

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Laut dem Öffentlichkeitsdirektor Brian Huseman haben daraufhin Mitarbeiter das Angebot im Hinblick auf Produkte mit NS-Bezug und solchen, hinter denen die Ideologie einer weißen Vorherrschaft steht, geprüft und diese von der Plattform entfernt. Zudem wurden mehrere Konten dauerhaft blockiert, auf denen entsprechende Angebote zum Verkauf standen.

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Amazon sehe darin einen Verstoß gegen die Händler-Richtlinien, nach denen gelistete Produkte Hass, Gewalt und Intoleranz weder verherrlichen noch fördern dürfen. Huseman verwies auch auf Kontrollinstrumente, die fragwürdige Produkte scannen und entfernen, wenn diese gegen die Vorschriften verstoßen. Der Online-Riese investiere viel Geld, um die Einhaltung seiner Verkaufsrichtlinien zu überprüfen und durchzusetzen.