Amazon & Co: Kampf der Giganten und ein bullenstarkes Kaufsignal

Andreas Deutsch
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Amazon-Chef Jeff Bezos stößt Bill Gates vom Thron

Der Kampf um die Vorherrschaft im Handel tobt. Für viele steht fest: Amazon wird die Konkurrenten zerstören. Am Ende wird nur das Bezos-Imperium überleben. Doch ein großer Konzern wehrt sich. Und er hat gute Chancen.

Die Rede ist von Wal-Mart. Der 55 Jahre alte Handelsriese denkt gar nicht daran, sich im Kampf gegen Amazon geschlagen zu geben. Für Wal-Mart-CEO Doug McMillon steht fest: „Wir haben es verdient, in der Zukunft eine wesentliche Rolle zu spielen.“

McMillon verfolgt eine klare Strategie: Er setzt unter anderem auf Online und auf Delivery. Dabei setzt McMillon auf Kooperationen mit starken Partnern, etwa mit Google. Wal-Mart bietet künftig seine Produkte bei „Google Express“ an, einem Online-Supermarkt. Kunden können sich ihre Lebensmittel nach Hause bestellen.

Ein cleverer Deal, schließlich hat Google 3.500 Milliarden Suchanfragen jährlich – Tendenz immer noch stark steigend. Diese Nutzerbasis kann der Suchmaschinenbetreiber dank cleverer Werbung gezielt ansprechen. Das wäre eine volle Breitseite gegen Amazon – und auch ein Erfolg für Wal-Mart.

„Unser primäres Ziel für das kommende Jahr heißt: Geschwindigkeit“, so McMillon im Gespräch mit TheStreet.com. „Wir wollen richtig Gas geben. Keiner von uns hat das Gefühl, wir seien bereits zu schnell unterwegs.“

Was entgegnet er Leuten, die Wal-Mart für zu alt halten, um mit Amazon und anderen E-Commerce-Unternehmen mitzuhalten. „Es ist gut, unterschätzt zu werden.“

Aktie bricht aus

Wal-Mart ist ein Riese, aber keiner von den ungelenken, trägen Geschöpfen, sondern ein gelenkiges Exemplar. Das honoriert der Markt: Die Aktie ist jüngst auf den höchsten Stand aller Zeiten gestiegen. Der jahrelange, zähe Seitwärtstrend ist Geschichte, die Zeichen stehen auf Fortsetzung der Aufwärtsbewegung. AKTIONÄR-Leser liegen 30 Prozent vorne. Gewinne laufen lassen.

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