Alzheimer-Forschung: Freundschaft erhält das Gedächtnis

Auch im Alter ist es wichtig, soziale Kontakte zu pflegen. Demenz könnte so hinausgezögert oder verhindert werden. (Bild: ddp Images)

Die Ergebnisse einer neuen US-Studie zeigen: Wer enge Freundschaften pflegt, kann Alzheimer vorbeugen.

Alzheimer ist eine tückische Krankheit. Sie kann tödlich enden und gilt bislang als unheilbar. Eine neue Studie ergab jetzt ein einfaches Rezept, wie man die Gesundheit des Gehirns länger erhalten und so der Demenzerkrankung vorbeugen kann.

In der aktuellen Studie, die auf der Plattform „PLOS One“ publiziert wurde, kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass positive, liebevolle und vertraute Freundschaften dabei helfen können, Wahrnehmungs- und Gedächtnisverluste langfristig zu verringern.

Während der Untersuchung zeigte sich, dass sogenannte „SuperAgers“, also Menschen im Alter von mindestens 80 Jahren mit guten kognitiven Fähigkeiten, wesentlich mehr positive soziale Beziehungen haben als Menschen im gleichen Alter mit weniger guter Gedächtnisleistung.

„Gute Beziehungen können helfen, weil sie dynamisch sind und zum Denken anregen“, so die Co-Autorin der Studie, Emily Rogalski von der Northwestern University im US-Bundesstaat Illinois, gegenüber „Yahoo“.

Enge Bindungen zu Freunden und Familienmitgliedern zu haben, hält fit – besonders im Alter. (Bild: ddp Images)

Doch das allein reiche leider nicht aus, um der Erkrankung an Alzheimer oder Demenz zu entgehen. „Richtig zu essen, Sport zu treiben, Ihr Gehirn für schwierige und herausfordernde Aufgaben zu nutzen, eine gute Ausbildung zu erhalten, wenn Sie noch jung sind und psychische Erkrankungen wie Angst und Depressionen anzugehen, wenn Sie darunter leiden, ist ebenfalls wichtig“, so Amit Sachdev, Leiter des Bereichs Neuromuskuläre Medizin an der Michigan State University. „Außerdem weiß man nicht, ob soziales Verhalten dazu führt, dass sich das Gehirn später so gut verknüpft oder ob ein Gehirn, das so geknüpft ist, dazu führt, sozialer zu sein“, so Sachdev weiter.

Rogalski erklärt: „Es gibt keine uns bekannte Zauberpille, die garantiert, dass Sie kein Alzheimer bekommen, aber bestimmte Entscheidungen sind vermutlich besser für Sie. Wenn Sie in der Niedrigrisiko-Kategorie bleiben wollen, haben gute soziale Beziehungen und andere Dinge, die Ihr Gehirn aktiv halten, tendenziell viele Vorteile für Sie.“

Prophylaktisch sollten Sie sich also so oft wie möglich mit Ihren Freunden treffen – denn schaden kann es garantiert nicht, enge Freundschaften zu pflegen.