Alvarado gegen Alvarado: Costa Ricas neuer Präsident heißt Carlos

In Costa Ricas Stichwahl um das Präsidentenamt hat der Mitte-Links-Politiker Carlos Alvarado Quesada klar gewonnen. Der 38-jährige Kandidat der sozialdemokratischen Regierungspartei PAC setzte sich gegen seinen gleichnamigen, aber nicht verwandten Konkurrenten Fabricio Alvarado durch.

Auf Carlos Alvarado entfielen knapp 61 Prozent der Stimmen. Im ersten Wahlgang hatte er mit 22 Prozent Stimmenanteil noch drei Prozentpunkte hinter seinem Mitbewerber gelegen. Dieser hatte sich als evangelikaler Aktivist gegen die neuerdings per Gerichtsurteil zugelassene Homoehe stark gemacht.

Carlos Alvarado hingegen steht als Hobby-Rocksänger und ehemaliger Arbeitsminister für liberale Positionen. Er trat als politischer Erbe von Staatschef Luis Guillermo Solís an, der vor vier Jahren Präsident wurde.

Rund 3,3 Millionen Costa Ricaner waren zur Wahl aufgerufen.