Altmaier wirbt für Frankfurt als neuen Sitz der EU-Bankenaufsicht

Skyline von Frankfurt am Main

Der geschäftsführende Bundesfinanzminister Peter Altmaier (CDU) hat in Brüssel für Frankfurt am Main als künftigen Standort der EU-Bankenaufsicht geworben. "Der Banken- und Finanzplatz Frankfurt verdient jede Unterstützung auch durch den deutschen Finanzminister", sagte Altmaier nach dem Treffen mit seinen EU-Kollegen. Gespräche mit Anlegern zeigten, dass Frankfurt bereits jetzt durch die laufenden Brexit-Verhandlungen "sehr viel mehr Aufmerksamkeit auch international erfährt".

Die Europäische Bankenaufsicht (EBA) muss ebenso wie die EU-Arzneimittelbehörde wegen des Brexit aus London bis Ende März wegziehen. Um die Bankenaufsicht haben sich neben Frankfurt sieben weitere Städte beworben: Brüssel, Dublin, Luxemburg, Paris, Prag, Warschau und Wien.

Die Entscheidung treffen am 20. November die Europaminister. Aufgrund des komplizierten Wahlverfahrens mit bis zu drei Durchgängen sind Chancen einzelner Kandidaten schwer abzuschätzen. "Da gibt es viele Gespräche, die geführt werden", sagte Altmaier.

Deutschland geht bei der Arzneimittelbehörde mit Bonn als Standort ins Rennen. Bei ihr haben sich 18 weitere Staaten um einen Zuschlag beworben. Fest steht, dass jedes Land maximal eine der Behörden bekommen kann. Über die Arzneimittelbehörde wird zuerst abgestimmt.